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Volkswagen lockt Ingenieure aus Südeuropa an

Qualitätskontrolle eines VW Tiguan am Stammwerk in Wolfsburg: Hier könnten bald Südeuropäer arbeiten. (Bild: Keystone)

Traineeprogramm für Fachkräfte aus Südeuropa: Der VW-Konzern will Hochschulabsolventen aus Spanien und Portugal rekrutieren. Die Resonanz auf das Förderprogramm ist gewaltig.

Veröffentlicht am 27.08.2012

Der Fachkräftemangel in Deutschland macht Volkswagen (VW) erfinderisch: Da der rasant wachsende deutsche Autokonzern in der Heimat nicht genügend Ingenieure findet, wirbt er um Fachkräfte aus Südeuropa. Dort sind die Berufschancen selbst für gut ausgebildete junge Menschen wegen der Schuldenkrise deutlich schlechter.

«VW richtet sich mit diesem Programm zunächst an Hochschulabsolventen aus Spanien und Portugal», sagte Personalvorstand Horst Neumann am Montag. Teilnehmern des zweijährigen Traineeprogramms mit dem Titel «Startup Europe» winkt im Anschluss eine Festanstellung.

Das Angebot stösst den Angaben zufolge bei jungen Akademikern auf enormes Interesse. Auf 43 Plätze hätten sich bereits mehr als 1800 Bewerber gemeldet. Für 13 Teilnehmer habe das Programm schon begonnen, weitere sollten im Oktober und November folgen.

Einsatz erst in der Heimat, dann in Deutschland

Die Teilnehmer würden zunächst in ihrer Heimat Spanien oder Portugal eingesetzt, wo VW Werke unterhält. Danach folgen mehrere Monate in einer deutschen Konzerngesellschaft.

VW ist in den vergangenen Monaten durch die Übernahmen des Lastwagenbauers MAN, des Motorradbauers Ducati und des Sportwagengeschäfts von Porsche auf zwölf Marken gewachsen. Für den Riesenkonzern mit alleine sieben Personenfahrzeug-Marken arbeiten weltweit mehr als eine halbe Million Menschen.

In den nächsten Jahren will VW die Zahl der rund um den Globus verkauften Autos auf über zehn Millionen steigern und die Konkurrenten Toyota aus Japan und GM aus den USA auf die Plätze verweisen.

(aho/laf/sda)

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