INSURANCE FORUM. Zwei Tage lang loteten Referenten und Publikum im Swiss Re Center for Global Dialogue in Rüschlikon unter der Leitung von Matthias Haller, em. Professor für Risikomanagement und Versicherung, Trends und Potenziale für die Assekuranz aus und wie sich die Erkenntnisse daraus in die praktische Unternehmensführung integrieren lassen. Während BPV-Direktorin Monica Mächler und Karel Van Hulle, bei der EU für Versicherungen zuständig, die Rahmenbedingungen ausleuchteten, gaben Elgar Fleisch (ETH Zürich und Universität St. Gallen) und auch IBM-Chef Herbert Kircher Überblicke über technologieorientierte Innovationen, die dabei hilfreich sein könnten. Ludger Arnoldussen, Vorstandsmitglied der Münchener Rück, beschrieb mögliche Handlungsanweisungen, wie Versicherer mit den Chancen und Gefahren des Klimawandels umgehen könnten.

Andreas Beerli zeigte, wie die Umsetzung solcher Rahmenbedingungen bei Swiss Re gehandhabt werden. Dann ging es tief in strategische Überlegungen hinein. Thomas Buberl, GL-Mitglieder von Axa Winterthur, Alexander R. Baugh, Präsident AIG Europe, Hannes Chopra, CEO Allianz Eurasia, Martin Strobel, CEO Basler Schweiz, und Stefan Loacker, CEO Helvetia-Gruppe, referierten über die Strategien ihrer Gesellschaften und zeigten auf, wie sie auch in Zukunft zu reüssieren gedenken. Franz Wipfli von Zurich gab Einblick in die konkrete Strategieumsetzung bei der ZFS mit dem sogenannten «Zurich Way». Clive Bannister, bei HSBC für das Versicherungsgeschäft zuständig, stellte die Bancassurance-Strategie seiner Bankgruppe vor. Damit wurde am «Insurance Forum 2007» eine Bandbreite von der Industrialisierung bis hin zur individuellen Kundenbeziehung durchleuchtet.

Mit grosser Spannung erwartet wurde schliesslich der Auftritt von Rolf Hüppi. Der ehemalige Zurich-Chef ist heute Inhaber und Chef der Paralife Holding, mit der er Kunden in Schwellen- und Entwicklungsländern den Zugang zu Versicherungsprodukten ermöglichen will.