Zum 18. Mal lud die Schweizerische Gesellschaft für Marketing (GfM) zu ihrer Trend-Tagung, diesmal zum Thema «Guter Kunde! – Schlechter Kunde?». Im Mittelpunkt stand die Frage, ob neues Kommunikationsverhalten auch zu neuem Kaufverhalten führe.

GfM-Präsident Ulrich H. Moser zeigte in seiner humorvollen Eröffnungsrede Verständnis dafür, dass die über 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer währenddessen vor allem die Namenslisten durcharbeiteten. Ebenso augenzwinkernd setzte Tagungsleiter Roger de Weck die Veranstaltung fort.

Manfred Bruhin, Honorarprofessor an der TU München, beschrieb die aktuellen Trends in der Kommunikation. Die Organisation der Kommunikation in den Unternehmen sei vielerorts noch nicht sehr weit entwickelt; entsprechend gebe es noch viel Arbeit zu erledigen. Und er kam auch auf ein mögliches Szenarion für das Web 3.0 zu sprechen, das die jetzige Internet-Nutzung ablösen werde und das er als «Social Semantic Web» bezeichnete.

Benedikt Weibel, Delegierter des Bundesrates für die Euro 08, outete sich als «Checklistenfreak»: Alle Projekte seien in Checklisten minutiös aufgeführt und je nach Status mit der entsprechenden Ampelfarbe gekennzeichnet. Das sei für ihn von strategischer Bedeutung, denn eine gut organisierte Kommunikation nach innen und aussen – nicht zuletzt an die eidgenössischen Behörden – sei mitentscheidend für den Erfolg des Grossanlasses. Er erklärte auch den Unterschied zu den Organisationsformen seiner österreichischen Pendant-Organisation: Dort stehe umgekehrt zur Schweiz nicht die Organisation, sondern die Improvisation im Vordergrund. Und es laufe deswegen nicht schlechter …

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Orange-Chef Andreas S. Wetter nahm die technischen Aspekte der Kommunikation unter die Lupe und erklärte die Auswirkungen auf das Konsumverhalten. Elke Guhl, Country Manager von Ebay Schweiz, sprach am Beispiel Ebay über Marketing in virtuellen Welten, und Coop-Chef Hansueli Loosli stellte sich den Fragen von Roger de Weck.