1. Home
  2. Unternehmen
  3. Von Roll steckt in den roten Zahlen fest

Minus
Von Roll steckt in den roten Zahlen fest

Logo des Von-Roll-Konzerns: Die Zahlen verheissen nichts Gutes.   Keystone

Von Roll schafft die Kehrtwende nicht: 2013 hat er erneut Minus gemacht. Immerhin konnte der Industriekonzern den Verlust mit 36,3 Millionen Franken halbieren.

Veröffentlicht am 18.03.2014

Der Industriekonzern Von Roll hat im vergangenen Jahr erneut rote Zahlen geschrieben. Immerhin konnte das Unternehmen den Verlust mit 36,3 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahr fast halbieren.

Der Betriebsverlust auf Stufe EBIT reduzierte sich von 53,6 Millionen auf 27,0 Millionen Franken, wie Von Roll am Dienstag mitteilte. «Von Roll blickt auf ein bewegtes und turbulentes Jahr zurück», heisst es in der Mitteilung. Die Nachfrage in Europa und Indien sei 2013 anhaltend schwach gewesen.

Umsatz schrumpft trotz Übernahme

Deutlich zeigt sich dies beim Umsatz, der um knapp 5 Prozent auf 472,5 Millionen Franken schrumpfte. Dies trotz des Kaufs der italienischen Albesiano Sisa Vernici, der Mitte des Jahres abgeschlossen wurde.

Schlecht entwickelte sich insbesondere das Transformatorengeschäft, das mit einem Ebit von –22,3 Millionen Franken den grössten Teil zum Betriebsverlust beisteuerte. Eine Erholung im Energiesektor und damit eine Verbesserung der Lage im Transformatorengeschäft zeichne sich nicht ab, hiess es dazu im Communiqué.

Besser lief es Von Roll dagegen in Nischenbereichen, etwa bei der Herstellung feuerfester Isolationsbänder für die Gebäudetechnik, wo der Umsatz gesteigert werden konnte. Der Bestellungseingang insgesamt sank mit 5,9 Prozent noch stärker als der Umsatz und lag bei 475,8 Millionen Franken. Dennoch will der Konzern 2014 den Turnaround schaffen und wieder schwarze Zahlen schreiben. Dazu fokussiert er seine Aktivitäten auf die Kernsegmente Isolation und Verbundwerkstoffe.

(sda/me/sim)

Anzeige