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Krise
Von Roll steckt tief im Minus fest

Von Roll: Tiefrote Zahlen für den Industriekonzern. Keystone

Der Industriekonzern hat im ersten Halbjahr seinen Verlust ausgebaut. Mit einer strategischen Neuausrichtung will es Von Roll wieder zurück in die Gewinnzone schaffen.

Veröffentlicht am 25.08.2015

Der Industriekonzern Von Roll hat im ersten Halbjahr 2015 weniger umgesetzt und ist tiefer in die roten Zahlen abgerutscht. Der Umsatz verminderte sich in der Berichtsperiode um 12,5 Prozent auf 189,1 Millionen Franken. Bereits auf Stufe Ebit resultierte mit -6,6 Millionen ein Verlust nach einem positiven Ergebnis von 1,9 Millionen im Vorjahr. Unter dem Strich blieb ein Minus von 15,9 Millionen nach einem Verlust von 3,6 Millionen im Vorjahr, schreibt die Gruppe in einer Mitteilung.

Den Bestellungseingang in den ersten sechs Monaten beziffert das Unternehmen auf 191,0 Millionen, was einer Abnahme von 13,1 Prozent entspricht.

Neue Ausrichtung

Eine schwache Entwicklung in den konventionellen Märkten der Energieerzeugung und die Währungseffekte hätten das erste Halbjahr geprägt. Dabei sei der Ebit insbesondere von rückläufigen Bestellungseingängen und Umsätzen im ersten Quartal belastet worden. Am stärksten sei der Umsatzrückgang dabei in der Region Emea (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) ausgefallen.

Das Resultat mache deutlich, wie stark Von Roll noch von der wirtschaftlichen Entwicklung der Hochspannungselektrik für Generatoren und Motoren abhängig sei. Dies soll geändert werden: Die Gruppe will sich strategisch neu zu einem markt- und kundenorientierten Unternehmen mit Fokus auf Wachstumsmärkte ausrichten.

Leichte Erholung bei Bestellungen in Sicht

Für den weiteren Jahresverlauf zeigt sich das Management wenig konkret. Der Bestellungseingang deute auf eine leichte Erholung hin. Dabei erwartet Von Roll sowohl aus China als auch aus der Region Emea moderat anziehende Aufträge. In den Regionen Amerikas und Indien wird dagegen derzeit eine Seitwärtsbewegung beobachtet.

Die laufenden Konsolidierungsprojekte sieht das Management auf Kurs. Sie würden planmässig voranschreiten und sich positiv auf die Effizienz auswirken. Dies optimiere die Auslastung und reduziere die Fixkosten massgeblich. Vollumfänglich zum Tragen kommen die positiven Effekt aber erst im Jahr 2016, so die Mitteilung einschränkend.

(awp/dbe/ama)

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