Der Industriekonzern Von Roll hat im ersten Halbjahr 2011 einen Umsatz von 281,1 Millionen Franken erzielt. Die Währungsverhältnisse eingerechnet entspricht dies einem Minus von 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei konstanten Wechselkursen wäre der Ertrag gestiegen.

Wie das Unternehmen mitteilte, kletterte der Bestellungseingang nach Berücksichtigung der Währungsverluste um 20,8 Prozent auf 316 Millionen Franken. Das Betriebsergebnis (Ebit) sank hingegen um 26,5 Prozent auf 8,8 Millionen Franken. Unter dem Strich resultierte ein um 63,7 Prozent tieferer Reingewinn von 3,4 Millionen Franken.

Da Von Roll rund 75 Prozent des Umsatzes im Euro- und Dollar-Raum erwirtschafte, habe sich der starke Franken entsprechend negativ auf das Resultat ausgewirkt. Neben den Wechselkurseffekten spiegelt sich im Betriebsergebnis aber auch die uneinheitliche Entwicklung der verschiedenen Geschäftsbereiche wider.

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Positive Erwartungen für das Gesamtjahr

So habe sich die Sparte «Insulation und Composites» erfreulich entwickelt, erklärte Von Roll. Haupttreiber sei das Geschäft mit Niederspannungsprodukten gewesen. Beim von Grossprojekten geprägten Bereich «Transformers» sah das Bild jedoch weniger rosig aus. Der niedrige Auftragsbestand im Vorjahr führte zu einer Belastung des aktuellen Betriebsergebnisses von rund 3,7 Millionen Franken.

Für das Gesamtjahr 2011 geht die Unternehmensleitung von einem positiven Unternehmensergebnis aus. «Die Energieindustrie unterliegt derzeit einem tiefgreifenden Wandel. Neue Energieformen werden einen hohen Bedarf an neuer Übertragungsleistung mit sich bringen», liess sich Von-Roll-Chef Matthias Oppermann im Communiqué zitieren.

(tno/rcv/sda)