Vontobel-Konzernchef Zeno Staub hat sich anlässlich der Generalversammlung des Institutes zum Geschäftsverlauf im ersten Quartal geäussert. Man arbeite konsequent an den definierten Wachstumsinitiativen, aber das Umfeld sei erwartungsgemäss anspruchsvoll. Zudem sei die negative Entwicklung des USD-Wechselkurses nachteilig für Vontobel: «Prognosen sind zu diesem frühen Zeitpunkt schwierig. Aufgrund des Verlaufs der ersten drei Monate gehen wir davon aus, dass wir im ersten Halbjahr nicht ganz an das starke Vorjahressemester anknüpfen können», wird der CEO in einer Mitteilung der Bank zitiert.

In Bezug auf den Verlauf in den einzelnen Geschäftsfeldern wird der CEO folgendermassen zitiert: «Im Private Banking rechnen wir auf Seiten Profitabilität mit einem in etwa stabilen Niveau aufgrund des erfolgreichen strukturellen Umbaus im letzten Jahr. Wir nutzen diese neue Profitabilität, um im Private Banking weiter organisch zu wachsen, zum Beispiel durch die selektive Neuanstellung von Kundenbetreuern.»

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Asset Management mit solidem Geschäftsverlauf erwartet

Im Asset Management erwarte man ebenfalls einen soliden Geschäftsverlauf, wenngleich in den ersten beiden Monaten des Jahres einige Investoren ihre Emerging Market Allokationen reduziert haben, was auch Vontobel betroffen habe. Die positive Entwicklung in den anderen Boutiquen vermochte dies nicht auszugleichen. «Im Investment Banking konnten wir in der Etablierung von deritrade® als führende Multi-Issuer-Plattform im ersten Quartal 2014 wesentliche Fortschritte erzielen», so der CEO.

Trotz der temporären Verlangsamung werde Vontobel die geplanten Wachstumsinitiativen im laufenden Jahr in allen drei Geschäftsfeldern konsequent umsetzen. Das Unternehmen sei gut aufgestellt, um auch in einem anspruchsvollen, von strukturellen Umwälzungen geprägten Umfeld erfolgreich organisch zu wachsen.

Aktionäre hiessen alle Anträge des Verwaltungsrates gut

Die Aktionäre hiessen den Angaben zufolge alle Anträge des Verwaltungsrates «mit sehr deutlichem Mehr» zu. Sie stimmten dabei einer Dividende von 1,30 Franken pro Aktie zu und bestätigten alle Mitglieder des Verwaltungsrates für ein weiteres Jahr. Erstmalig wurde auch bindend über die Gesamtvergütung von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung abgestimmt, wobei die beantragte Gesamtvergütung ebenfalls «mit einem klaren Mehr» angenommen worden sei.

(awp/tke)