Vontobel-Chef Zeno Staub zeigte sich am Dienstag an der Generalversammlung zuversichtlich für die Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr. Auch Vontobel sei vom jüngsten Entscheid der Schweizerischen Nationalbank betroffen, könne aber die Wechselkursveränderungen dank des kräftigen Wachstums der letzten Jahre und der starken Position im Heimmarkt Schweiz gut auffangen, erklärte er gemäss Mitteilung der Privatbank vom Dienstagabend. Ende März 2015 beliefen sich die betreuten Kundenvermögen auf 138,1 Milliarden Franken und lagen damit über dem Stand Ende 2014 von 136,9 Milliarden Franken.

«Prognosen für das ganze Geschäftsjahr sind zu diesem frühen Zeitpunkt schwierig, aber aufgrund des guten Geschäftsverlaufs der ersten drei Monate gehen wir davon aus, dass wir im ersten Halbjahr das starke Resultat des Vorjahressemesters insgesamt übertreffen werden», wird Staub zitiert. «Wir halten an unserer strategischen Ausrichtung fest und setzen die definierten Wachstumsziele konsequent und Schritt für Schritt um, was sich in einer verbesserten Eigenkapitalrendite und betrieblichen Effizienz niederschlagen wird.»

Zuversicht für die Zukunft

In einem sich fortsetzenden und tiefgreifenden Strukturwandel in der Finanz- und Bankenbranche bleibt Staub für Vontobel zuversichtlich: «Wir sind gut aufgestellt, nahe am Kunden und werden dank unseren Fähigkeiten und unserem fokussierten Geschäftsmodell auch in einer neuen Realität erfolgreich sein.»

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In seiner Rede habe Staub zudem auf die «äusserst» solide Kapital- und Ertragsbasis hingewiesen, die Grundvoraussetzung sei, um die eingeschlagene Strategie des organischen und profitablen Wachstums als eigenständiges Unternehmen erfolgreich in die Zukunft zu führen. Ergänzend strebe Vontobel auch Akquisitionen im Asset Management und Private Banking an, solange diese mit Vontobels Kriterien vereinbar seien, heisst es.

Aktionäre stimmen allen Anträgen zu

An der Generalversammlung stimmten die Aktionäre allen Anträgen des Verwaltungsrates zu, wie es weiter heisst. Genehmigt wurden der Jahresbericht, die Jahresrechnung sowie die Konzernrechnung 2014 und erteilten den Mitgliedern des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung Entlastung für das Geschäftsjahr 2014. Weiter wurde der Ausschüttung einer Dividende von 1,55 Franken pro Aktie zugestimmt.

Ferner stimmten die Aktionäre der Herabsetzung des Aktienkapitals um 12,5 Prozent auf rund 56,88 Millionen Franken und damit der Vernichtung von circa 8,13 Namenaktien zu. Diese Aktien waren im August 2014 im Rahmen der Kündigung der Kooperation durch Raiffeisen zurückgekauft worden.

Bourqui in den Verwaltungsrat

Neu in den Verwaltungsrat wurde Elisabeth Bourqui als nicht-exekutives unabhängiges Mitglied gewählt. Dem scheidenden Verwaltungsratsmitglied Peter Quadri dankte der Verwaltungsratspräsident Herbert Scheidt für sein grosses Engagement und seine hervorragenden Dienste über die letzten zehn Jahre hinweg.

Alle weiteren bisherigen Verwaltungsratsmitglieder Herbert Scheidt (Präsident), Bruno Basler, Dominic Brenninkmeyer, Nicolas Oltramare, Frank Schnewlin und Clara Streit wurden jeweils für eine weitere einjährige Amtsperiode wiedergewählt.

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(awp/ise)