Die Privatbank Vontobel sieht sich nach einem Zukauf im Wert von 600 Millionen Franken in Deutschland um. «Mit dem Geld liesse sich ein Vermögensverwalter mit 25 Milliarden Franken an Kundengeldern erwerben», sagte Axel Schwarzer, zuständig für das Asset Management bei Vontobel, der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung».

Da der Manager von der Fondsgesellschaft DWS kommt, ist es gut möglich, dass Vontobel in Deutschland zukauft. «Wir wollen unseren stark spezialisierten Fokus durch einen Zukauf stärken», so der Manager weiter.

Vontobel hatte zum 30. Juni 54 Milliarden Franken vor allem in Aktienfonds mit globalen Unternehmen und in Branchen mit sauberen Technologien angelegt. In Zukunft wollen sich die Schweizer auf sogenannte Multi-Asset-Class-Strategien fokussieren.

Solche Mischfonds verteilen das Risiko auf mehr als ein Dutzend Anlagekategorien wie Aktien, Anleihen und Edelmetalle. «In fünf Jahren werden 20 Prozent aller unserer Kundengelder auf diese Weise angelegt sein», so Schwarzer.

US-Stiftungen wie die der Eliteuniversitäten Yale und Stanford, aber auch der staatliche norwegische Ölfonds arbeiten bereits erfolgreich mit Multi-Asset-Class-Strategien.

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(vst/aho/awp)