Auf dem Weg zur Fusion mit Holcim muss der französische Zementkonzern Lafarge trotz steigender Nachfrage Umsatzeinbussen hinnehmen. Im ersten Quartal bekam Lafarge den starken Euro zu spüren, aber auch den besonders kalten Winter in den USA. Die Geschäfte in den Schwellenländern liefen hingegen gut. Der Umsatz ging dennoch um 2 Prozent auf 2,633 Milliarden Euro zurück, wie das Lafarge am Dienstag in Paris mitteilte. Die Währungseffekte kosteten 8 Prozent Umsatz. Der Zementabsatz kletterte dagegen um 11 Prozent nach oben.

Operativ trat der HeidelbergCement-Konkurrent mit 343 Millionen Euro Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) praktisch auf der Stelle. Auch hier drückten Währungseffekte, mit 10 Prozent wurde das Ebitda belastet. Analysten hatten eigentlich mit einem Anstieg gerechnet.

Zustimmung der Kartellbehörden steht aus

Unter dem Strich vergrösserte sich das Minus. Der Verlust stieg von 117 im Vorjahr auf 135 Millionen Euro an. Im Vorjahr hatten die Franzosen allerdings noch einen Sondergewinn von 45 Millionen verbucht. Lafarge versucht schon seit geraumer Zeit mit einem Sparprogramm gegenzusteuern. Zudem suchen die Franzosen ihr Heil in einem Zusammenschluss mit dem Schweizer Konkurrenten Holcim. Hierzu gab es keine Neuigkeiten.

Die aktuelle Nummer eins aus der Schweiz und die Nummer zwei aus Frankreich hatten Anfang April bekannt gegeben, durch einen Zusammenschluss ihre Vormachtstellung auf dem boomenden Weltmarkt für Zement sichern zu wollen. Der Deal soll im ersten Halbjahr 2015 abgeschlossen werden. Mehrere Kartellbehörden müssen noch zustimmen.

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(awp/me/sim)