PANALPINA . In diesem Jahr sind nicht mehr Schadensbegrenzung, sondern harte Entscheide gefragt. Ob Panalpina-CEO Monika Ribar die Geschäfte in Nigeria nach dem Korruptionsfall wieder aufnimmt, will sie nach einer internen Untersuchung entscheiden. Ribar rechnet damit, dass der Ausfall der betroffenen Öl- und Gasgeschäfte in Nigeria auch 2008 den Ebit mit 40 bis 50 Mio Fr. belastet. Sofern sie entscheidet, die Geschäfte nicht wieder aufzunehmen, müsste sie die Organisation mit 737 Mitarbeitern vor Ort und weiteren an den Ausgangsdestinationen in den USA und England restrukturieren.

Anleger erwarten neue Guidance

Da Ribar zur Bilanz im Frühjahr eine neue Guidance herausgeben will, dürfte sie bis dann auch über die Zukunft des Nigeria-Geschäfts entschieden haben. Als Folge des Ertragsausfalls im lukrativen Öl- und Gasgeschäft dürfte sie die Ebitda-Margen-Guidance von bisher 20 bis 22% für 2008 und 2009 nach unten korrigieren. Dagegen dürfte Ribar angesichts der vollen Kriegskasse und Übernahmeplänen – bis im dreistelligen Millionenbereich – die Wachstumsprognose für die Bruttomarge (von bisher 9% pro Jahr) kaum zurücknehmen.Für 2008 hat Ribar eine weitere Herausforderung: Sie muss einen neuen Finanzchef finden, der länger an Bord bleibt als Jürg Honegger. Dieser springt nach einem Jahr wieder ab. Gesucht wird nach einem externen Kandidaten.Obwohl Ribar 2007 viele schlechte Neuigkeiten bekannt geben musste, hat sie den Logistikkonzern an den scharfen Kliffs vorbeigesteuert. Trotz der Korruptions- und der Wettbewerbsaffären sowie neuen Wechseln in der Geschäftsleitung verzeichnete der Konzern ein Boomjahr, in dem auch alle Ziele erreicht wurden.