Ein 3 m langer Traum: Zentimeter für Zentimeter reihen sich Südsee-Kulturperlen aneinander. Jede einzelne ein Unikat, jede ein wenig anders in der Form. «Barock» nennt man diese Spielart der Natur, bei der Perlen nicht in runder Gestalt auftreten, sondern unregelmässig geformt sind. Perle für Perle fügen sie sich zu einem 3 m langen Collier zusammen, das aus einer Frau eine Nymphe macht, die alle Blicke auf sich zieht. Mal üppig um den Hals gelegt, dann mehrreihig und weitschwingend bis zur Taille getragen, ist dieses Collier von Juwelier Bucherer der Inbegriff der neuen Perlen-Herrlichkeit.

Zuchtperlen als günstiger Einstieg

«Perlen sind heute so vielseitig wie nie zuvor», sagt Karl Corpataux, Direktor Merchandising Schmuck und Mitglied der Geschäftsleitung von Juwelier Bucherer in Luzern. Das beginnt bei der zartfarbigen, in vielen Pastelltönen vorkommenden Süsswasser-Kulturperle, die als günstiger Einstieg in die Welt der Perle gilt. Nach ständigen Weiterentwicklungen in der Zucht gibt es mittlerweile jedoch auch hochwertige Süsswasser-Perlen. «Wertvoll sind besonders grosse und schöne Exemplare in natürlichen, unbehandelten Farben», sagt Corpataux.

Der Klassiker unter den Perlen ist die Akoya-Kulturperle, mit der vor etwa 100 Jahren die Geschichte der Perlenzucht ihren Anfang nahm. Damals gelang es dem Japaner Kokichi Mikimoto zum ersten Mal, eine Muschel zur Bildung einer Perle anzuregen. Seine Methode ist bis heute die Basis der Perlenzucht. Dabei wird durch eine kleine Operation ein Stück von Perlmutt produzierendem Muschelgewebe ins Innere einer Muschel eingesetzt – je nach Perlenart mit oder ohne Kugel, die die Entstehung einer runden Perle unterstützen soll. Dort, inmitten der Muschel, fährt das Gewebe fort, Perlmutt zu produzieren, und bildet auf diese Weise innerhalb von einigen Jahren eine kostbare Perle.

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Japans Konkurrenz in der Südsee

Durch stetige Forschungen und Weiterentwicklungen wurde die Zucht immer weiter perfektioniert. Nachdem die Akoya-Kulturperle lange Jahrzehnte der glanzvolle, leuchtende Star des Schmucks war und mit hellen, stark schimmernden Farben betörte, erhielt sie in den 1990er Jahren prächtige Gesellschaft: Die hellen Südsee- und die dunklen Tahiti-Kulturperlen weckten mit stattlicher Grösse, mildem Glanz und zauberhaften Farbnuancen neue Begehrlichkeiten.

Die Südsee-Kulturperle wartet mit grossem Durchmesser und einer lichten Farbpalette von Weiss über Rosé bis hin zu Champagner auf. «Neben Weiss ist ein satter Goldton beliebt, der sehr selten und deshalb teuer ist», erklärt Corpataux. Die Tahiti-Kulturperlen sind ebenfalls gross, schimmern allerdings in dunklem Grau mit einem Hauch von Grün, Rosé oder Blau bis hin zu Schwarz. «Besonders beliebt ist derzeit ein pistazienfarbener Ton von intensivem Grün, der je nach Lichteinfall zwischen hell und dunkel changiert», sagt Corpataux.

Die Kunden bei Bucherer schätzen die vielfältige Auswahl. Ihre Favoriten sind die klassischen Stränge aus Südsee- und Tahitiperlen. Am beliebtesten sind Colliers aus weissen Südsee-Kulturperlen in einem Durchmesser von 12 bis 13 mm, die etwa zwischen 12000 und 30000 Fr. kosten. Dann folgen die Tahiti-Kulturperlen in Grau-Schwarz, akzentuiert von auswechselbaren Schliessen, die dem Halsschmuck immer wieder eine neue Anmutung geben.

«Ausserdem bemerken wir, dass mehr Kundinnen Armbänder aus Perlen wünschen, die ganz nach Geschmack ein- oder mehrreihig getragen werden», berichtet Corpataux. Weitere Perlentrends sind Kombinationen mit Gold und Diamanten, verspielte Kreationen aus verschieden farbigen Perlen sowie überlanger Chandelier-Ohrschmuck. Mit neuen Designs, die die Vielseitigkeit der Perle ins beste Licht setzen.

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