Die spanischen Gewerkschaften halten an ihrem Aufruf zu einem Streik bei der Fluggesellschaft Iberia vor Beginn der Weihnachtsferien fest. In Madrid scheiterte ein Krisentreffen der Arbeitnehmervertreter mit der Unternehmensführung, mit dem ein Streik abgewendet werden sollte. Die Gewerkschaften lehnten Verhandlungen über einen Sanierungsplan für Iberia ab.

Das Vorhaben laufe auf eine «Zerschlagung» des Unternehmens zugunsten des Partners British Airways hinaus, sagte der Gewerkschaftssprecher Manuel Atienza. Der Streikaufruf für den 14. Dezember sowie für die fünf Tage vom 17. bis zum 21. Dezember bleibe damit bestehen.

An den Streiktagen droht auf den spanischen Flughäfen ein Chaos, weil Iberia auf zahlreichen Airports auch das Handling für andere Linien abwickelt. An dem Ausstand sollen sich das Kabinen- und Bodenpersonal sowie die Piloten beteiligen.

Der Streik richtet sich gegen den drastischen Sanierungsplan für Iberia. Der Mutterkonzern IAG (International Airlines Group (IAG), zu dem auch British Airways gehört, will bei Iberia 4'500 Arbeitsplätze abbauen, fast ein Viertel der 20'000 Stellen. Bei den übrigen Beschäftigten sollen die Gehälter um etwa 25 bis 35 Prozent gesenkt werden.

(jev/aho/awp)

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