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Vorwürfe an Opel: Erpressung und Spaltung

Der Warnstreik im Opel-Werk Rüsselsheim hat nicht gefruchtet. (Bild: Keystone)

Opel wird die Astra-Produktion aus Deutschland abziehen. Gemäss Gewerkschaften habe die General-Motors-Tochter dabei auf unlautere Mittel gesetzt.

Veröffentlicht am 18.05.2012

Opel hatte am Donnerstag beschlossen, die Produktion seines Erfolgsmodells Astra komplett ins günstigere Ausland zu verlegen. Die Gewerkschaft könne mit dem Vorstand in eine «harte Auseinandersetzung» gehen, um alle Standorte in Deutschland zu erhalten, sagte der Frankfurter IG-Metall-Bezirksleiter Armin Schild im «ZDF-Morgenmagazin».

Der US-Mutterkonzern General Motors und Opel hätten versucht, die Belegschaften der europäischen Werke gegeneinander auszuspielen, berichtet «Welt Online» über den Entscheid, die Astra-Produktion von Rüsselsheim nach Grossbritannien zu verlegen.

Das werde die IG Metall nicht akzeptieren. «Keiner wird zulasten des anderen ausgelastet», sagte Schild, der auch Mitglied des Opel-Aufsichtsrates ist. Für Schild sei Rüsselsheim das modernste und flexibelste Opelwerk in ganz Europa und habe als Stammsitz die höchste Bestandsgarantie. Doch auch eine Schliessung von Bochum halte er für «betriebswirtschaftlichen Wahnsinn».

Für die IG Metall sei es «völlig inakzeptabel», dass das Unternehmen derzeit keine Stellung zur Zukunft von Bochum beziehe.

Schild erneuerte die Forderung, dass Opel-Fahrzeuge nicht auf die europäischen Märkte begrenzt bleiben sollten. «Opel wird nicht da verkauft, wo andere Automobilhersteller gerade sich 'ne goldene Nase verdienen, sondern auf den schwierigen europäischen Märkten», so der Bericht. Verluste müssten dann von der Mutter General Motors auch finanziert werden.

(vst)

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