Der Nutzfahrzeugmarkt in Westeuropa präsentierte sich 2013 in schwacher Form. Insgesamt wurden 1,61 Millionen leichte, mittelschwere sowie schwere Nutzfahrzeuge (Nufa) neu in Verkehr gesetzt. Dies geht aus der Statistik des europäischen Herstellerverbandes ACEA hervor. Die Verkäufe entsprechen so praktisch dem Vorjahresvolumen. Allerdings deuteten die starken Zuwachsraten in den letzten beiden Monaten 2013 darauf hin, dass sich der Markt im laufenden Jahr stärker erholen wird.

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In der leichten Klasse bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht erreichten die Immatrikulationen 2013 mit 1,34 Millionen Fahrzeugen praktisch das Vorjahresniveau. Dennoch mussten fast alle Hersteller mit rückläufigen Verkaufszahlen leben. Mit Ausnahmen: Ford und Mercedes-Benz konnten zulegen. Gar fast verdoppeln konnte 2013 die zum Renault-Konzern gehörende Marke Dacia ihre Verkäufe. Die Osteuropa-Tochter will nicht nur im Personenwagensektor, sondern auch im Transportermarkt mit preislich günstigen Modellen ein gewichtiges Wort mitreden.

Im Bereich ab 3,5 Tonnen Gesamtgewicht resultierte eine Zunahme der Immatrikulationen von 4,5 Prozent auf rund 269000 Einheiten. Hier verzeichnen die meisten Hersteller Wachstum.

In der schweren Klasse ab 16 Tonnen Gesamtgewicht resultierte ein Plus von fast 7 Prozent. Stärker als der Gesamtzmarkt konnten Scania (+15 Prozent), Volvo (+12 Prozent) und Mercedes-Benz (+10 Prozent) zulegen. Iveco, DAF und MAN liegen im Bereich von 4 bis 7 Prozent Zunahme. Renault Trucks, die Mitte 2013 ihr gesamtes Modellprogramm komplett erneuerte, musste ein Minus hinnehmen, das jedoch im laufenden Jahr deutlich korrigiert werden dürfte.

Für 2014 sind die Hersteller durchaus optimistisch gestimmt. Die in etlichen Ländern anziehende Konjunktur sorgt bei den Transportern und Nutzfahrzeugen für steigende Absatzzahlen. Dazu kommt, dass zahlreiche Transportunternehmen sukzessive ihre Flotten auf Euro-6-Fahrzeuge umstellen, welche nochmals eine deutliche Reduktion der Emissionen, aber auch des Treibstoffverbrauchs ermöglichen.

 

Nutzfahrzeugmarkt Europa