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Massnahme
VPN-Programme in China: Apple knickt ein

Apple: Keine VPN-Programme mehr im App-Store.  Keystone

Wer in China frei im Internet surfen will, wird dabei nicht mehr von Apple unterstützt. Der Techkonzern hat entsprechende Programme aus dem dortigen App-Store entfernt.

Veröffentlicht am 30.07.2017

Apple hat Programme aus seinem chinesischen App-Store gelöscht, mit denen die strengen Internet-Sperren des Landes bisher umgangen werden konnte.

ExpressVPN, einer der Anbieter der so genannten VPN-Tunnel, teilte in einer Stellungnahme mit, dass Apple die Software entfernt habe, weil sie gegen chinesische Gesetze verstosse. Auch die populäre Tunnel-App VyprVPN war am Sonntag nicht mehr in Apples China-Angebot verfügbar.

Schärfer gegen VPN-Programme

Apple hatte bereits Anfang des Jahres Ärger auf sich gezogen, als es auf Wunsch Pekings die Nachrichten-App der New York Times aus seinem Angebot in China löschte. Für den iPhone-Konzern ist die Volksrepublik nach den USA der wichtigste Markt.

Peking hatte zuletzt angekündigt, die Regulierung der VPN-Programme verschärfen zu wollen, die die einzige Möglichkeit sind, die Internetsperren des Landes zu umgehen. 

Verboten oder zensuriert

Facebook und Twitter sind schon seit Jahren von der chinesischen Regierung gesperrt. Auch Google-Dienste oder die Videoplattform YouTube, viele internationale Medien oder Webseiten, die Pekings Politik kritisieren oder Menschenrechtsthemen ansprechen, werden blockiert. Zuletzt wurde auch die Nachrichten-App WhatsApp massiv gestört. Nutzer konnten zwar noch Textnachrichten senden, allerdings keine Fotos mehr.

Chinas eigene soziale Netzwerke werden derweil streng von den Zensoren überwacht. Kritische Artikel werden gelöscht, viele Suchbegriffe sind gesperrt.

(sda/jfr)

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