Die Vergütung der CEOs von SMI-Unternehmen liegt heute um 25 Prozent tiefer als noch vor fünf Jahren. Zu diesem Schluss kommt eine von Pricewaterhouse Coopers (PwC) Schweiz publizierte Studie «Excecutive Compensation & Corporate Governance 2012». Auch die Chefs der SMIM-Firmen kassieren weniger: Hier liegt der Rückgang seit 2007 bei 13 Prozent.

In absoluten Zahlen heisst dies: Die Vergütungen für SMI-CEOs sanken von im Schnitt 7,7 auf 5,8 Millionen Franken - bei SMIM-Firmenchefs von 2,8 auf 2,4 Millionen Franken.

Anders sieht das Bild bei den Verwaltungsratspräsident aus: Dort stiegen die Vergütungen deutlich an. Bei SMI-Firmen ist laut Studie eine Zunahme von 1,2 auf 1,5 Millionen Franken zu verzeichnen - bei den SMIM-Unternehmen stieg der Schnitt demnach von 430'500 auf 580'375 Franken.

«Ein SMI-Verwaltungsrat verdiente im Jahr 2011 rund 320'000 Franken», heisst es - das ist etwa doppelt so viel wie bei entsprechenden Posten in SMIM-Unternehmen.

Firmengrösse entscheidend

«Die Grösse des Unternehmens spielt eine wichtige Rolle», wird Robert W. Kuipers von PwC Schweiz in der Studie zitiert. Der Grund sei einfach: «Erfolgreiche Manager werden von grösseren Unternehmen rekrutiert.» Da dort die Vergütungen höher seien, gäbe es in diesem Sinne eine in der Diskussion nicht berücksichtige «Pay-for-Performance»-Komponente, so Kuipers.

Insgesamt kommt die Studie zum Schluss, dass die Unternehmen die Vorgaben der SIX Exchange Regulation immer besser umsetzen: «Die Qualität der Offenlegung ist weiter gestiegen», sagt Remo Schmid von PwC Schweiz. «Unternehmen, die sich noch verbessern können, dürften in den kommenden Jahren vermehrt Druck spüren, die nötigen Schritte einzuleiten. Schliesslich geht es dabei um ihre Reputation.»

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(vst/tno)