Insgesamt hat Europas grösster Autobauer Volkswagen im vergangenen Jahr weltweit 10,14 Millionen Fahrzeuge verkauft. Das sind 4,2 Prozent mehr als 2013, wie der Zwölf-Marken-Konzern zum Start der US-Automesse in Detroit mitteilte.

Die Zahl ist historischer Rekord: Noch nie hat ein Autokonzern einen Jahresabsatz in zweistelliger Millionenhöhe ausgewiesen. Im VW-Konzern reicht die Palette dabei zum Beispiel vom Kleinstwagen Skoda Citigo bis zum schweren Scania-Lkw. «In den letzten zehn Jahren hat unser Konzern seine Fahrzeugauslieferungen verdoppelt», sagte Vertriebschef Christian Klingler.

Toyota im Nacken

Allerdings könnte Konkurrent Toyota Volkswagen noch in die zweite Reihe verweisen. Die Japaner lagen 2013 noch vor den Deutschen und haben sich für 2014 10,2 Millionen Wagen zum Ziel gesetzt. Analysten rechnen aber damit, dass VW Toyota spätestens im laufenden Jahr vom Thron verdrängen wird, weil die Wolfsburger in China stärker wachsen.

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Dagegen hat sich die bisherige Nummer drei der Welt, General Motors, vorerst aus dem Rennen um die Weltmarktspitze verabschiedet. Der US-Konzern hat wegen Qualitätsmängeln vor allem mit sich selbst zu tun. Einige Experten sehen die Amerikaner derzeit hinter dem französisch-japanischen Konzern Renault-Nissan auf Rang 4.

Schwächelnde Kernmarke

Den Sprung über die imageträchtige Hürde von 10 Millionen Fahrzeugen hat Volkswagen geschafft, obwohl die Marke VW Pkw schwächelt. Die Auslieferungen der Hauptmarke schrumpften im Dezember um 2 Prozent. Dennoch verkaufte VW Pkw im Gesamtjahr erstmals mehr als 6 Millionen Autos.

Damit VW auch bei der Rendite in die Spur kommt, hat Winterkorn ein Sparprogramm aufgelegt. Dadurch sollen die Kosten bis 2017 jährlich um 5 Milliarden Euro sinken. Unter anderem sollen weniger profitable Fahrzeugmodelle auslaufen und kaum gefragte Sonderausstattungen aus dem Programm genommen werden.

China wichtigster Markt

Mit Blick auf die Märkte verlief das Jahr 2014 für Volkswagen mit teils grossen Unterschieden. Während der wichtigste Markt China, der gut ein Drittel des Konzernabsatzes ausmacht, vergangenes Jahr 12,4 Prozent im Plus stand, war zum Beispiel die Region Südamerika 19,8 Prozent im Minus.

(sda/tno/ama)