Volkswagen kämpft bei den Verkäufen seiner zentralen Pkw-Marke mit einer längeren Durststrecke. Die VW-Kernmarke meldete am Mittwoch auch für den Jahresstart einen Absatzrückgang. Die im Januar weltweit 507'100 ausgelieferten Pkw mit VW-Logo sind im Vergleich zum Vorjahresmonat 2,8 Prozent Minus.

Mit dem neuerlichen Rückgang steckt die Marke schon den vierten Monat in Folge im Minus. Vertriebschef Christian Klingler sagte: «Die Auslieferungen der Marke Volkswagen-Pkw zeigen, dass ein herausforderndes Jahr vor uns liegt.»

Minus in China

Auf dem weltgrössten Markt China, der im Dezember 10 Prozent zugelegt hatte, fielen die VW-Verkäufe leicht um 0,7 Prozent. Ähnlich sah es in Europa aus (-1,0 Prozent), weil vor allem Russland zum Jahresstart um mehr als ein Viertel einbrach. In Südamerika gab es zweistellige Einbrüche (-18 Prozent).

Die Pkw-Kernmarke steht für rund 60 Prozent des Konzernabsatzes, bei dem die Wolfsburger insgesamt zwölf Marken zählen. Die Durststrecke hatte sich bereits im September 2014 angedeutet, als die Verkäufe bei VW-Pkw mit einem Miniplus von 0,2 Prozent nur noch stagnierten. Im Oktober gab es minus 0,4 Prozent, im November folgten 4,0 Prozent Rückgang und auch der Dezember (minus 2,4 Prozent) war klar negativ.

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Rückschlag auf dem Weg an die Spitze

Die Dämpferserie ist für Europas grössten Autobauer ein Rückschlag auf dem Weg an die Weltspitze vorbei am Konkurrenten Toyota. Allerdings haben die Japaner schon für das gesamte Jahr einen leichten Absatzrückgang in Aussicht gestellt.

Und beim Volkswagen-Konzern vermeldeten mit Audi und Skoda die Absatzbringer Nummer zwei und drei zu Wochenbeginn kräftige Zuwächse. Auch die Premium-Tochter Porsche legte im Januar zu – dank des neuen SUV-Modells Macan sogar um fast ein Drittel. Zusammen konnten die Töchter den Verkaufsrückgang bei Volkswagen Pkw im Januar mehr als ausgleichen.

(awp/ise/ama)