Volkswagen will die vom Diesel-Abgasskandal betroffenen US-Autofahrer umfassend entschädigen. «Ich kann versprechen, dass es eine grosszügige Lösung geben wird», sagte Kenneth Feinberg, der für VW in den USA einen Entschädigungsfonds einrichten soll, der «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung».

Allerdings sei noch nicht entschieden, wie diese Entschädigung aussehen könnte. «Im Moment stehen noch alle Optionen zur Debatte: Geldzahlungen, Rückkäufe von Autos, Reparaturen, Bereitstellung von Ersatzfahrzeugen...», sagte Feinberg. Es sei das Ziel, mit mehr als 90 Prozent der Betroffenen eine Einigung zu erzielen.

Knapp 600'000 Fahrzeuge betroffen

Allerdings kommt Feinberg bei der Einrichtung eines Entschädigungsfonds nicht so zügig voran, wie ursprünglich geplant. «Mir sind die Hände gebunden, solange VW und die Behörden ihre Differenzen nicht überwinden. Der ursprüngliche Zeitrahmen könnte sich daher verzögern», sagte er. Feinberg hatte bei seiner Berufung im Dezember in Aussicht gestellt, innerhalb von 60 bis 90 Tagen ein Entschädigungsprogramm zu entwickeln.

VW-Chef Matthias Müller hat jedoch bislang noch keine Einigung mit den US-Umweltbehörden über die Rückrufaktion der betroffenen Diesel-Fahrzeuge erzielt. Allein in den USA sind knapp 600'000 Fahrzeuge betroffen - weltweit sind es bis zu elf Millionen. Volkswagen drohen in den USA milliardenschwere Zahlungen.

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(sda/gku)