Die VZ Gruppe hat im ersten Halbjahr bei Reingewinn und Kundenvermögen zulegen können. So blieben nach den ersten sechs Monaten unter dem Strich 42,9 Millionen Franken übrig, ein Plus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Die Kundenvermögen stiegen ebenfalls. Netto flossen der Finanzdienstleisterin Neugelder von 1,1 Milliarden Franken zu nach 0,9 Milliarden Franken in der Vorjahresperiode, wie die VZ Holding am Montag mitteilte. Bei den verwalteten Vermögen weist sie per Mitte Jahr 15,4 Milliarden Franken aus, Ende 2014 waren es noch 14,5 Milliarden Franken gewesen.

Alle Geschäftsbereiche wachsen

Ihren Betriebsertrag steigerte die Finanzdienstleisterin im ersten Halbjahr um knapp 19 Prozent auf 112,4 Millionen Franken, wobei alle Geschäftsbereiche zum Wachstum beigetragen haben. Der Betriebsaufwand legte mit einem Plus von 11 Prozent weniger stark zu als die Erträge. Entsprechend sei der Reingewinn überproportional gesiegen.

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Allerdings habe ein Einmaleffekt im Zuge des SNB-Entscheids die Gewinne zusätzlich gestützt, heiss es: «Als die SNB ihren Euro-Mindestkurs im Januar überraschend aufgab, reduzierten viele Kunden ihre Fremdwährungsrisiken. Das ungewöhnlich hohe Handelsvolumen schlug sich positiv in den Bankerträgen nieder.»

«Solides Wachstum» erwartet

Mit den vorgelegten Zahlen hat die Vermögensverwalterin die Erwartungen der Analysten durchwegs übertroffen. Im Ausblick gibt sich das Finanzhaus relativ optimistisch. Abgesehen vom Einmaleffekt dürfte sich die operative Leistung der Gruppe in der zweiten Jahreshälfte «ähnlich entwickeln», heisst es. Für das Gesamtjahr erwartet die Bank ein «solides Wachstum». Dabei sei der langfristige Wachstumspfad die Richtschnur, wird CEO Matthias Reinhart in der Mitteilung zitiert.

Der im Juli gestartete Versicherungspool der VZ ist laut der Mitteilung wie geplant angelaufen. Über diese neue Plattform ist die Finanzdienstleisterin seit Sommer auch im Geschäft mit Sachversicherungen tätig.

(awp/gku)