Die VZ Gruppe hat im ersten Semester 2014 den Reingewinn um 11 Prozent auf 32,9 Millionen Franken erhöht. Zudem verzeichnete die Finanzdienstleisterin weiterhin einen deutlichen Zufluss an Kundenvermögen: Netto flossen der Gruppe Neugelder von 905 Millionen zu nach 840 Millionen in der Vorjahresperiode, wie das Unternehmen am Freitagmorgen mitteilte.

Die verwalteten Vermögenswerte wuchsen per Mitte Jahr auf 13,3 Milliarden Franken nach 12,1 Milliarden zum Jahresende 2013. Immer mehr Kunden hätten sich dabei für die regelbasierte Vermögensverwaltung entschieden, die das VZ entwickelt habe.

Positive Entwicklung beim Gewinn

Die Betriebserträge erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent auf 94,8 Millionen Franken, wie dem Halbjahresbericht weiter zu entnehmen ist. Gleichzeitig nahmen die Betriebskosten um 13 Prozent auf 52,5 Millionen zu. Der Betriebsgewinn (Ebitda) stieg um 11 Prozent auf 42,3 Millionen.

Mit den vorgelegten Zahlen liegt die Vermögensverwalterin beim Gewinn am unteren Ende der Erwartungen, bei den verwalteten Vermögen dagegen am oberen Ende. Von AWP befragte Analysten rechneten im Durchschnitt mit einem Reingewinn von 33,5 Millionen Franken und mit verwalteten Vermögen von 13,1 Milliarden.

Die VZ Gruppe erwartet auch für die kommenden Monate wachsende Erträge - sofern sich die Wirtschaftslage weiter moderat verbessere und sich die Finanzmärkte wieder beruhigten, wie es in der Mitteilung weiter heisst. CEO Matthias Reinhart geht zudem davon aus, dass die Gruppe der Generalversammlung im April 2015 erneut eine höhere Dividende vorschlagen kann.

Geschäftsbeziehungen mit US-Bürgern ausgeschlossen 

Am US-Steuerprogramm des amerikanischen Justizministeriums will die VZ Gruppe nicht teilnehmen. Die VZ Depotbank habe Geschäftsbeziehungen mit US-Bürgern seit Beginn ausgeschlossen, betont das Unternehmen.

Bereits Ende 2013 hatte die VZ Holding eine Teilnahme in der «Schuldkategorie» 2 ausgeschlossen und damals noch eine Teilnahme in den Kategorien 3 oder 4 erwogen. Bei einer weiteren Überprüfung habe sich bestätigt, dass keine Kunden in den USA steuerpflichtig seien: «Darum ist eine Teilnahme am Programm hinfällig.»

(awp/lur/vst)

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