Die Waadtländer Kantonalbank (BCV) hat in der ersten Jahreshälfte 2014 einen Reingewinn von 154 Millionen Franken erwirtschaftet, was gegenüber dem ersten Semester 2013 einer Zunahme von 2 Prozent entspricht. Der Bruttogewinn nahm um 1 Prozent auf 239 Millionen Franken zu.

Ebenfalls um 1 Prozent legte der Geschäftsertrag zu, wie die BCV-Gruppe am Donnerstag mitteilte. Besonders das Zinsgeschäft, das ertragreichste Geschäftsfeld der BCV, entwickelte sich positiv. Die Erträge stiegen um 2 Prozent auf 253 Millionen Franken an.

Weiterer Neugeldzufluss und durchzogene Ertragslage

Während der Erfolg aus dem Kommissionsgeschäft mit 174 Millionen unverändert blieb, schrumpfte das Handelsgeschäft wegen der geringen Geschäftstätigkeit am Devisenmarkt um 7 Millionen auf 52 Millionen Franken. Der übrige ordentliche Ertrag belief sich auf 23 Millionen Franken.

Die Bilanzsumme der Waadtländer Bank erhöhte sich um 2 Prozent auf 41,2 Milliarden Franken. Die Hypothekarforderungen stiegen um 1 Prozent auf 23,7 Milliarden Franken an, während die Spar- und Kundeneinlagen um 251 Millionen Franken auf 13,1 Milliarden Franken zunahmen.

Erfolgreiche Vermögensverwaltung überrascht viele Analysten

Die BCV-Gruppe verwaltete von Januar bis Juni Vermögen in der Höhe von 86,3 Milliarden Franken, das sind 2,5 Milliarden Franken mehr als in der ersten Jahreshälfte 2013. Der Nettoneugeldzufluss der Gruppe betrug 51 Millionen Franken. Dabei überstieg der Geldzufluss aus dem Inland den Abfluss der ausländischen Gelder.

Mit ihrem Wachstum überraschte die Waadtländer Kantonalbank die Analysten, die mit einem Gewinnrückgang gerechnet hatten. Für das weitere Jahr rechnet die BCV-Gruppe mit einem ähnlich guten Geschäftsgang.

(sda/lur)

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