Der Heizungs- und Lüftungshersteller Zehnder hat seinen Umsatz 2012 um 2 Prozent auf 524 Millionen Euro steigern können. Ohne positive Wechselkurseffekte wären die Erlöse gemäss einer Mitteilung gar nicht gewachsen.

Das wirkt sich auch auf den Gewinn aus: Zehnder rechnet damit, dass sowohl der operative Gewinn (Ebit) als auch der Reingewinn 20 Prozent unter dem Vorjahresergebnis liegen werden. Das vollständige Geschäftsergebnis für das Jahr 2012 legt Zehnder Ende März vor.

Diese veröffentlichten Angaben decken sich mit der Gewinnwarnung, die im November abgegeben worden war. 2011 hatte das Unternehmen einen Reingewinn von 41 Millionen Euro erwirtschaftet.

Mit Heizkörpern setzte die Zehnder Group im vergangenen Jahr in ihrem wichtigsten Absatzgebiet Europa 305 Millionen Euro und damit 1 Prozent weniger um. Der Erlös blieb insbesondere in Deutschland unter den Erwartungen, in Italien und Spanien verstärkte sich der Umsatzrückgang. Bei den Lüftungen konnte Zehnder den Umsatz in Europa hingegen um 7 Prozent auf 165 Millionen Euro steigern.

Unterschiedlich entwickelte sich der Geschäftsgang in den beiden anderen Weltregionen, in denen Zehnder tätig ist. In Nordamerika legte der Erlös um 6 Prozent zu, in China ging er um 5 Prozent zurück. Das Unternehmen macht dafür die Abkühlung in der chinesischen Baubranche verantwortlich.

Das in Gränichen AG beheimatete Unternehmen blickt wenig optimistisch auf das neue Geschäftsjahr. Die Bedingungen hätten sich in praktisch allen relevanten Märkten weiter verschlechtert. Trotzdem sind gemäss Zehnder für 2013 «beachtliche Investitionen» in Produktionsanlagen und Gebäude vorgesehen.

(vst/aho/sda)

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