Die Macher der Foto-App Snapchat probieren bei ihrer neuen Kamera-Sonnenbrille einen ungewöhnlichen Vertriebsweg aus: Einen Verkaufsautomaten. Vor dem ersten gelben Kasten bildete sich in Venice Beach bei Los Angeles am Donnerstag eine lange Schlange.

Die 130 Dollar teure «Spectacles»-Brille war relativ schnell ausverkauft, danach ging der Wiederverkaufspreis bei Ebay schnell bis an die Marke von 1000 Dollar hoch.

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Wandernde Snapbots

Die Verkaufsautomaten sollen für eine begrenzte Zeit an verschiedenen Orten auftauchen, eine Karte auf der Website soll einen Tag vorher zeigen, wo sie als nächstes stehen werden.

Auf dem Bildschirm des «Snapbot» kann man zwischen den verschiedenen Farben der Brille wählen und dann per Bankkarte bezahlen. Es blieb unklar, wie viele Brillen am Donnerstag verkauft wurden. Die Karte zeigte danach vorerst keinen neuen Aufenthaltsort des Automaten an.

Zehn Sekunden lange Videos

Der «Snapchat»-Betreiber Snap hatte die Brille im September vorgestellt. Sie kann zehn Sekunden lange Videos aufnehmen. Das Gerät mit runden Gläsern solle nur eingeschränkt vertrieben werden, sagte Mitgründer und Chef Evan Spiegel damals dem «Wall Street Journal».

Um ein Video aufzunehmen, muss man die Brille an der Seite antippen. Ein Licht zeigt dann an, dass die Aufnahme läuft. Die Kamera nimmt die Umgebung in einem Winkel von 115 Grad auf, und das Format der Videos ist rund. Die Clips werden per Bluetooth-Funk ans Smartphone übermittelt. Pläne für einen Verkauf ausserhalb der USA wurden bisher nicht bekannt.

(sda/ise/hon)