«Hinter Change steckt harte Arbeit und das Motto lautet: Üben, üben, üben.» Markus

Sulzberger, Präsident der SGO, verdeutlichte bei seiner Begrüssung , dass Veränderungen in Unternehmen anspruchsvoll sind. Unendlich viele Bücher seien zum Thema Change geschrieben worden. Wilfried Krüger, emeritierter Professor für Unternehmungsführung und Organisation, gehört zu den Change-Autoren, sein Buch «Excellence in Change» ist ein Bestseller. Aus seinem grossen Erfahrungsschatz schöpfte Krüger denn auch während seines Referats. Eine seiner Kernaussagen: «To change or not to be - Wandlung sollte nicht Ausnahme, sondern die Regel sein».

An der Podiumsdiskussion stimmte Krüger auch kritische Töne an: «Wenn es mehr Manager gäbe, die ihren Job gut machen würden, bräuchte es weniger ‹change the management›.» Unter der Leitung von Robert J. Zaugg, Professor für Betriebswirtschaftslehre und Vizepräsident der SGO, entwickelte sich eine lebhafte Diskussion. Zaugg verstand es gut, dem Gespräch mit Aussagen wie «Es braucht weniger Change Management, dafür mehr Change Leadership» Impulse zu verleihen. Jürg Hälg, ABP Assessment AG, bestätigte diese Aussage: «Für mich war es immer eine Frage von Leadership, es kommt auf ein paar Menschen an, die ‹Urgency› erzeugen können.» Otmar Zanettin, CS Financial Services, meinte: «Oft ist Change Management auch zu wenig institutionalisiert, man muss versuchen, einen Perspektivenwechsel einzuführen.» Hälg fügte hinzu, dass auch die Verwendung von Symbolen in einem Veränderungsprozess wichtig sei.

Eine andere Sichtweise von Change Management vermittelte Hélène Mourgue d'Algue, Verantwortliche für Hermes beim Eidgenössischen Finanzdepartement: «Bei Verwaltungen kommt das Change Management immer von aussen und es muss zwingend umgesetzt werden.» Dies hänge damit zusammen, dass solche Massnahmen auf politischer Ebene beschlossen würden.

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