Die US-Plattenfirma Warner Music hat im vierten Geschäftsquartal bis Ende September einen Verlust von 103 Millionen Dollar (95 Millionen Franken) eingefahren. Damit lag das Minus mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum.

Warner Music und anderen Firmen der Branche machen rückläufige CD-Verkäufe zu schaffen. So schmolz der Gesamtumsatz im vierten Quartal um 6 Prozent auf 707 Millionen Dollar.

Viele Musikliebhaber beschaffen sich ihre Songs mittlerweile im Internet. Der neue Warner-Music-Chef Stephen Cooper sagte, dass auch sein Unternehmen das  digitale Geschäft habe ausbauen können. Online hat es Warner Music jedoch mit mächtigen Spielern wie Apple mit seinem iTunes-Store, Amazon mit seinem Musikladen oder seit neuestem auch Google zu tun.

EMI-Pleite und Warner-Verkauf

Auch im Gesamtjahr büsste Warner Music an Geschäft ein: Die Verluste summierten sich auf 205 Millionen Dollar.

Wie schlecht es der Branche geht, hatte die Pleite des britischen Rivalen EMI gezeigt, der zerschlagen und an die beiden grössten Plattenfirmen Sony Music sowie Universal Music verkauft wurde.

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Warner Music selbst war im Sommer für 3,3 Milliarden Dollar vom amerikanisch-russischen Investoren Len Blavatnik gekauft worden.

(laf/tno/sda)