Multimilliardär und Investorenlegende Warren Buffett steigt ins Autogeschäft ein. Seine Investmentholding Berkshire Hathaway kauft den fünftgrössten US-Autoverkäufer Van Tuyl aus Phoenix, wie die Unternehmen am Donnerstag gemeinsam mitteilten.

Der Deal zwischen Berkshire und Van Tuyl soll im ersten Quartal 2015 abgeschlossen sein, zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Branchenkenner spekulieren über eine Summe von etwa drei Milliarden Dollar.

Vor 62 Jahren gegründet

Van Tuyl wurde vor 62 Jahren gegründet und ist mit 78 Niederlassungen in 10 US-Bundesstaaten vertreten. Das Unternehmen handelt unter anderem mit Autos der Marken Chevrolet, Mercedes, BMW, Toyota und Cadillac. Dem Berkshire-Chef zufolge kommt Van Tuyl auf einen Jahresumsatz von etwa neun Milliarden Dollar.

Berkshire will die Präsenz im Autogeschäft offenbar noch ausbauen. Er könne sich gut vorstellen, den Einstieg bei Van Tuyl zu nutzen, um weitere Händler aufzukaufen, sagte Buffett CNBC. Es gebe grosse Möglichkeiten im Markt. Berkshire, das seien heutzutage «Flugzeuge, Züge und Autos.» Die Holding hat bereits das Eisenbahnunternehmen BNSF Railway und die private Fluggesellschaft Netjets im Portfolio.

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Van-Tuyl passt ins Schema

Buffett setzt traditionell stark auf klassische US-Firmen - die familiengeführte Van-Tuyl-Gruppe passt ins Beuteschema. Im zweiten Quartal steigerte Berkshire den Gewinn zum Vorjahr um 41 Prozent auf unterm Strich 6,4 Milliarden Dollar. Buffetts Firma ist stark im Versicherungsgeschäft vertreten, hält aber auch grosse Anteile an Weltkonzernen wie Coca-Cola , IBM oder ExxonMobil.

(awp/ise/gku)