Tuberkulose ist wieder auf dem Vormarsch, beispielsweise in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion, im südlichen Afrika und in Asien. Weltweit sterben pro Jahr zwei Millionen Menschen daran. Der Grund dafür ist, dass die Tuberkulose-Bakterien immer häufiger resistent gegen bestehende Antibiotika sind.

Es bedarf dringend neuer Medikamente, doch die Finanzierung für die Entwicklung neuer Medikamente ist schwierig. Grundlagenforschung wird zwar an den Universitäten durch den Staat bezahlt, doch die Weiterentwicklung bedarf privater Investoren.

Für Pharmafirmen ist Tuberkulose nicht rentabel

Die Pharmaunternehmen sind wenig daran interessiert neue Medikamente zu erforschen. Der Präsident der Stiftung für Tuberkulose-Forschung weiss auch den Grund dafür: «Tuberkulose rentiert nicht, das ist nicht wie bei Medikamenten gegen Bauchweh oder Halsweh. Die Pharmaindustrie macht kein Geld damit.»

So stoppte Novartis letztes Jahr die Produktion von Tuberkulosen Medikamenten in Pakistan. Das Land zählt eine der höchsten Tuberkulose-Raten weltweit. Novartis hatte um 30 Prozent höhere Preise verlangt, konnte sich aber mit den pakistanischen Gesundheitsbehörden nicht einigen.

Wie die Gates-Stiftung der ETH Lausanne bei der Tuberkulose-Forschung hilft, sehen Sie im Beitrag von SRF Eco.

(btl)