LAXEY. Die Positionen sind bezogen. Eine Annäherung zwischen Implenia und Laxey Partners, angeführt von dessen Investmentchef Roger Bühler, scheint ausgeschlossen.Deshalb werden wohl am Ende die Übernahmekammer der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK), die über die Rechtmässigkeit beim Beteiligungsaufbau von Laxey zu befinden hat, sowie das Zürcher Handelsgericht, welches die Ablehnung der Aktieneintragung durch Implenia beurteilt, für eine Entscheidung sorgen.

Diese Einschätzung teilt auch Bühler, der es von den juristischen Instanzen abhängig macht, ob der Konflikt um Implenia 2008 entschieden wird. Von der EBK ist ein Beschluss im angelaufenen Jahr zu erwarten. Allerdings dürfte dieser angefochten werden, um mögliche Sanktionen aufzuschieben. Das Verfahren vor dem Handelsgericht dürfte langwieriger werden.Eine Schlüsselrolle könnte dem russischen Oligarchen Chalva Tchigirinsky zukommen, dem Besitzer der Immobiliengesellschaft Russian Land und neuen Implenia-Aktionär, der als Weisser Ritter das Laxey-Paket übernehmen könnte.

Weitere Pläne neben Implenia

Neben Implenia haben Roger Bühler und Laxey in der Schweiz noch weitere Pläne. «Wir sehen verschiedene interessante Situationen», so der Investmentchef. Konkreter will er aber nicht werden. Keine Überraschungen sind bei Swissmetal zu erwarten, dem langjährigen Investment, das bei Gelegenheit abgestossen werden dürfte. Bei der Bekleidungsfirma Vögele könnte Laxey jedoch für Aufsehen sorgen. Der Hedge-Fonds besitzt eine kleinere Beteiligung, die mit Gewinn wieder verkauft werden soll. Doch Vögele kommt kaum vom Fleck. Laxeys Geduldsfaden könnte 2008 reissen.

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