Die Hotelierfamilie Manz will die Luxushotel-Gruppe Victoria-Jungfrau Collection übernehmen. Nun äussern sich die Söhne Alexander und Michael Manz in der «Handelszeitung» erstmals öffentlich zum Bieterkampf mit der Aevis Holding, welche sich die Nobelherbergen ebenfalls einverleiben will. Sie zweifeln am Vorhaben von Aevis. «Ich weiss  nicht, ob nicht eine Umnutzng die eigentliche Absicht ist», sagt Michael Manz.

Das Westschweizer Unternehmen sei bisher vorwiegend mit dem Betrieb von Spitälern aufgefallen. Die Manz-Brüder versprechen deshalb die Tradition weiterzuführen. «Bei uns bleiben die Hotels Hotels». Schliesslich sei die Führung von Hotels auch das, was die Familie am besten könne.

Nachbesserung des Angebots wahrscheinlich

Aevis-Chef Antoine Hubert, kontert: «Ein Hotel muss zu 100 Prozent als Hotel geführt werden.» Vor dem Hintergrund der Konkurrenzofferte der Manz-Erben werde man «die Situation neu beurteilen».

Aevis bot 250 Franken, Manz 277 Franken je Aktie. Brancheninsider gehen von einer Nachbesserung des Angebots von Aevis aus. Die Aevis Holding teilt ihre neue Position nächste Woche mit. Die VJC will 300 bis 325 Franken je Aktie. Ein Preis «jenseits von Gut und Böse», sagt Manz.

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