Die Telekombranche befindet sich in einem historischen Umbruch, das machte bereits Bundesrat Ueli Maurer mit seinen Einführungsworten klar. Torsten Gerpott von der Universität Duisburg-Essen konnte zeigen, dass sich trotz des Veränderungsdrucks die Schweizer Telekomanbieter noch immer auf einem hohen Preisniveau befinden. Karl Aberer, ETH Lausanne, verdeutlichte, wie stark der Innovationsstandort Schweiz die Forschung beflügelt. Mit den neusten Entwicklungen aus dem Bereich Internet-Visualisierung versetzte Martin Eppler, Uni Lugano, das Publikum ins Staunen. «Visualisieren oder in der Bedeutungslosigkeit verschwinden», sagte Eppler. Der Filmbeitrag über eine Schauspielerin mit Down-Syndrom von Pär Johansson vom Schwedischen Glada Hudik Teatern sorgte für den emotionalen Höhepunkt des Tages. Der Futurologe Gerd Leonhard zeigte auf, was die Telekombranche erwarten könnte. Auch Medienhäuser müssen sich verändern, wollen sie erfolgreich sein, so Ringier-CFO Samuel Hügli.

Den Abschluss bildete ein von SF-Mann Stephan Klapproth moderiertes Podiumsgespräch. «Voraussagen über die Zukunft sind kaum mehr möglich», so David Bosshart, CEO des Gottlieb Duttweiler Instituts. «Die Datensicherheit wird ein immer wichtigeres Thema», sagte Centris-CEO Patrick Progin. Die Bedeutung von funktionierenden Netzwerken werde unterschätzt, ergänzte Alcatel-Lucent-CSO Franz Stampfli. Einen sportlichen Wettkampf um jeden neuen iPhone-Kunden kündigte Orange-CEO Andreas Wetter an. Der bekennende Marathonläufer und Swisscom-CEO Carsten Schloter nahm die Herausforderung gerne an.