Wasserkraft ist gemäss einer Studie im Auftrag der Konferenz der Gebirgskantone (RKGK) durchaus rentabel. Bis zur vollständigen Liberalisierung des Strommarktes dürfte sich nach Einschätzung der RKGK an der Ertragslage wenig ändern.

Das auf energiewirtschaftliche Fragen spezialisierte Zürcher Beratungsunternehmen BHP Hanser und Partner AG hat im Auftrag der RKGK eine Studie zu den Erträgen der Wasserkraft in den Jahren 2000 bis 2016 erstellt. In diesem Zeitraum hat die Elektrizitätsbranche mit der Wasserkraft über alle Wertschöpfungsstufen hinweg Gewinne geschrieben, unabhängig der auch in früheren Phasen bereits tiefen Marktpreise und des jeweils geltenden Wasserzinses.

Problematische Branchenstruktur

Diese Gewinne variierten zwischen 1 und 4 Rappen pro Kilowattstunde für den Schweizer Markt und den Aussenhandel. Diese Gewinne seien in den letzten Jahren zwar tendenziell gesunken, doch seien in den Zahlen noch keine Zusatzerträge berücksichtigt, die dank der höheren ökologischen Wertigkeit und der Flexibilität der Wasserkraft erzielt werden könnten und in Zukunft eine grössere Rolle spielen würden.

Die Nettomarge des verkauften Stroms aus Wasserkraft der gesamten Branche sei auch im vergangenen Jahr im positiven Bereich gelegen. «Die aktuell schwierige Lage einzelner Unternehmen der Energiewirtschaft ist daher nicht auf die mangelnde Rentabilität der Wasserkraftproduktion alleine zurückzuführen», heisst es in der Studie. Es handle sich dabei auch um Probleme der Branchenstruktur.

(sda/gku/mbü)