Entlastung für den Versicherungskonzern Zurich und dessen ehemaligen Präsidenten Josef Ackermann: Auf den verstorbenen Finanzchef Pierre Wauthier sei vor dessen Selbstmord «kein ungebührlicher oder unangemessener Druck» ausgeübt worden. Dies haben zwei unabhängige Überprüfungen der Finanzmarktaufsicht (Finma) ergeben.

Zudem sei die Darstellung der Finanzkennzahlen als angemessen bestätigt worden, heisst es in der Mitteilung von Zurich. Damit werden Recherchen der Nachrichtenagentur Reuters vom vergangenen Freitagabend bestätigt.

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Andeutungen gemacht

«Wir sind noch immer zutiefst betroffen und traurig über den Verlust von Pierre Wauthier und können uns seine Beweggründe für den tragischen Entschluss nicht erklären», wird Tom de Swaan, Zurich-Verwaltungsratspräsident und Nachfolger von Josef Ackermann in der Mitteilung zitiert. Die Zurich habe im Rahmen der Überprüfung vollständig mit den Prüfbeauftragten und der Finma kooperiert.

Nach Pierre Wauthiers Suizid Ende August war Verwaltungsratspräsident Josef Ackermann zurückgetreten. Er hatte Andeutungen gemacht, wonach die Hinterbliebenen ihm Vorwürfe machten, am Tod des 53-Jährigen Wauthier mitschuldig zu sein.

(sda/vst/rcv)