Der Sanitärtechnikkonzern Geberit hat im ersten Halbjahr 2013 den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozent auf 1,17 Milliarden Franken gesteigert, währungsbereinigt ergab sich ein Plus von 1,1 Prozent.

Der Ebitda erhöhte sich um 3,9 Prozent auf 310,7 Millionen und der Ebit um 4,1 Prozent auf 270,6 Millionen. Die für das Unternehmen wichtigere Ebitda-Marge legte um 0,3 Prozentpunkte auf 26,5 Prozent zu, teilte das Unternehmen mit. Sie liegt damit über der anvisierten Bandbreite von 23 bis 25 Prozent, aber leicht unter dem ersten Quartal 2013, wo sie auf 26,9 Prozent zu liegen kam. Der Reingewinn stieg um 4,3 Prozent auf 233,2 Millionen Franken.

Erwartungen verpasst

Damit hat Geberit die Erwartungen der Analysten verpasst. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 1,19 Milliarden Franken, für den Ebtida bei 322,5 Millionen, für den Ebit bei 283,2 Millionen und für den Reingewinn bei 244,4 Millionen Franken.

Das Halbjahr sei von einem «sehr anspruchsvollen Umfeld» geprägt gewesen, schreibt Geberit, wobei das Wachstum im zweiten Quartal mit einem währungsbereinigten Plus von 1,2 Prozent leicht über dem Wachstum des ersten Quartals (+1,0 Prozent) gelegen habe.

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Die Hauptkonzernregion Europa legte währungsbereinigt um 1,3 Prozent zu, wobei sich die einzelnen Märkte wiederum sehr unterschiedlich entwickelten. Nahost/Afrika verzeichnete ein markantes Plus von 27,4 Prozent, wogegen Amerika wegen der «schlechten Verfassung des öffentlichen Bereichs» ein Minus von 6,6 Prozent verbuchte. Auch in der Region Fernost/Pazifik gingen die Verkäufe um 9 Prozent zurück.

Höhere Kundenboni

Das Ergebnis profitierte im Vergleich zum Vorjahr von einem aufgrund des Insourcings des Dusch-WC-Geschäfts tieferen Warenaufwand und von geringeren Materialaufwendungen. Belastend hätten sich dagegen höhere Kundenboni, gestiegene Unterhalts-, Zoll- und Frachtkosten ausgewirkt. Keinen wesentlichen Einfluss hatten die Fremdwährungseffekte.

Für das Gesamtjahr 2013 rechnet Geberit mit einem währungsbereinigten Umsatzwaschstum von rund 3 Prozent sowie mit einer leicht über dem Vorjahr ausfallenden Ebitda-Marge. Die in einem schwierigen Umfeld erzielten Resultate des ersten Halbjahrs würden zuversichtlich stimmen, wiederum solide Ergebnisse erzielen zu können. Die Herausforderungen in der Bauindustrie würden indes auch für den Rest des Jahres unverändert anspruchsvoll bleiben, heisst es.

(chb/tke/awp)