«Wir müssen uns auf eine realistische Rückzugslinie einigen», sagt Jacques Rossier, Partner von Lombard Odier, im Interview mit der «Handelszeitung». Diese lautet: «Nein zum automatischen Informationsaustausch, den die grossen EU-Staaten anstreben, dafür Ja zur Amtshilfe bei Steuerhinterziehung.» Anders sieht dies Michel Dérobert, Geschäftsführer der Vereinigung der Privatbankiers: «Wir dürfen keine einseitigen Zugeständnisse machen.» Wie andere Politiker fordert Bankenexperte und SVP-Nationalrat Hans Kaufmann eine Task Force: Diese müsse die OECD-Länder überzeugen, «dass sie mit der Einführung einer Quellensteuer ihr Steuersubstrat erfolgreicher sichern könnten». Ausserdem braucht es gemäss Ausführungen von CVP-Nationalrat Pirmin Bischof eine Neuausrichtung der Finanzmarktaufsicht Finma.

Der frühere Chef der Task Force «Schweiz-Zweiter Weltkrieg», Thomas Borer, warnt davor, dass nach der UBS auch andere Banken - etwa die CS - von den USA mit Klagen eingedeckt werden könnten. «Das Risiko besteht. Die UBS war eine natürliche Zielscheibe», sagt Borer. «Aber es geht den Klägern nicht um eine einzelne Bank.»