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Wegelin-Geschäft kostete Raiffeisen weniger als erwartet

Hatte lange ein Geheimnis aus dem Kaufpreis gemacht: Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz. (Bild: Keystone)

Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz hat das Geheimnis gelüftet, wie viel sein Institut für die Bank Notenstein gezahlt hat. Es ist wesentlich weniger als bislang vermutet.

Veröffentlicht am 16.08.2012

Die Raiffeisen-Gruppe hat für das Nicht-US-Geschäft der St. Galler Privatbank Wegelin, das Anfang Jahr notverkauft wurde, rund 155 Millionen Franken bezahlt. Dies sagte Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz am Morgen während einer Telefonkonferenz.

Die Schätzungen des Kaufpreises hatten zuvor wesentlich höher gelegen. Das Finanz-Nachrichtenportal «Inside Paradeplatz» rechnete im Januar mit etwa 400 Millionen Franken, «Der Sonntag» ging sogar von 500 bis 600 Millionen aus.

Wegelin war im Januar unter dem Druck der US-Steuerbehörden zerbrochen, die dem geschichtsträchtigen Institut Beihilfe zur Steuerhinterziehung von Amerikanern vorgeworfen hatten. Das ausseramerikanische Geschäft kaufte die Raiffeisen-Gruppe, die das Institut in «Bank Notenstein» umbenannte.

Notenstein unter dem Raiffeisen-Dach verwaltete Ende Juni 2012 rund 21 Milliarden Franken Kundenvermögen. Vincenz gab bekannt, dass Raiffeisen für die Bank einen Preis bezahlt hatte, der 0,75 Prozent der verwalteten Vermögen (per Mitte 2012) entspreche.

Mit Notenstein habe die Gruppe Vermögenswerte und Substanz gekauft, sagte Vincenz. Der Abfluss von Kundengeldern von rund 1 Milliarden Franken «aus diversen Gründen» bei Notenstein habe im Juni gestoppt werden können.

(tno/vst/sda)
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