Sepp Blatter, suspendierter Fifa-Präsident, liess sich kürzlich in der «Financial Times» zitieren, es habe vor der Festlegung der WM-Austragungen 2018 und 2022 ein «Gentlemen’s Agreement» im Wahlkörper Fifa-Exekutivkomitee gegeben. Abgemacht sei gewesen, die beiden Supermächte Russland und USA als Austragungsorte zu bestimmen. Blatter: «Es war hinter den Kulissen alles vorbereitet.»

Nach den brisanten Aussagen Blatters drohen der Fifa Klagen von Sportverbänden, die sich ebenfalls um eine Austragung bemüht hatten. François De Keersmaecker, Präsident des belgischen Fussballverbands, kündigt laut «Handelszeitung» eine Schadenersatzklage gegen die Fifa an.

Verbände investierten Millionen

Belgien hatte sich gemeinsam mit Holland für die Austragung 2018 bemüht und 12 Millionen Franken ins Bewerbungsdossier investiert. Greg Dyke, Präsident des britischen Verbands, teilte mit, man werde ebenfalls Anwälte konsultieren. England hat 30 Millionen Franken in seine Bewerbung gesteckt, war aber ebenfalls Russland unterlegen.

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