1. Home
  2. Unternehmen
  3. Wegen Nordkorea: Gold steigt auf Zehn-Monats-Hoch

Edelmetall
Wegen Nordkorea: Gold steigt auf Zehn-Monats-Hoch

 

Die Märkte schalten in den Krisenmodus: Sichere Anlagen sind gefragt. Der Preis für Gold steigt auf den höchsten Stand seit zehn Monaten.

Veröffentlicht am 29.08.2017

Die Zuspitzung im Nordkorea-Konflikt treibt Anleger in die «Anti-Krisenwährung» Gold. Eine Feinunze (31,1 Gramm) verteuert sich um 1,1 Prozent auf 1323,67 Dollar. Das ist der höchste Stand seit knapp zehn Monaten.

An der Börse herrscht dereil Katerstimmung. Die Angst vor einer Eskalation der Nordkorea-Krise dränge die Anleger aus dem Markt, sagten Händler. Der SMI büsste 0,8 Prozent auf 8796 Zähler ein. Am Montag war der Leitindex um 0,5 Prozent gefallen.

Folgen von «Harvey»

Neben der Nordkorea-Krise galt das Augenmerk der Marktteilnehmer den Folgen des Sturms «Harvey». JP Morgan schätzt die versicherten Schäden auf 10 bis 20 Milliarden Dollar. Damit könnte er zu einem der teuersten zehn Wirbelstürme der US-Geschichte werden. Rekordhalter ist Hurrikan «Katrina», der 2005 New Orleans verwüstet hatte und die Branche 75 Milliarden Dollar kostete.

Unter Druck standen denn auch die Aktien der Versicherer: Swiss Re und Zurich fielen jeweils um 1,6 Prozent. Aber auch Baloise, Helvetia und Swiss Life verloren mehr als 1 Prozent. Die Aktien der Banken stimmten in den Kursrückzug mit ein: Credit Suisse verloren 1,4 Prozent und UBS sanken 1,3 Prozent.

LafargeHolcim im Minus

Weniger schlecht schlugen sich die Aktien der als krisenresistent geltenden Schwergewichte. Die Aktien des Lebensmittelriesen Nestlé ermässigten sich um 0,3 Prozent. Der Pharmawert Novartis verlor 0,7 Prozent, Rivale Roche 0,6 Prozent. Der Pharmazulieferer Lonza war mit einem Kursplus von 0,3 Prozent der einzige Gewinner unter den Standardwerten.

Der grösste Kursabschlag bei den Bluechips verbuchten die Papiere des Zementkonzerns LafargeHolcim mit minus 1,8 Prozent. Die Titel von ABB sackten um 1,3 Prozent ab. Die Anteile von Adecco, SGS, Geberit und Swatch verloren weniger als ein Prozent. Am breiten Markt fielen Implenia mit einem Kursgewinn von 1,3 Prozent auf. Credit Suisse hat die Analyse der Baufirma mit der Empfehlung «Outperform» aufgenommen.

(reuters/sda/ise/mbü)

Anzeige