Die UBS hat mit der Präsentation des Geschäftsberichtes für das Jahr 2014 das anfangs Februar publizierte Jahresergebnis nach unten angepasst. Neu weist die Grossbank für das Gesamtjahr ein den Aktionären anrechenbaren Jahresgewinn von 3466 Millionen aus. Dies sind rund 105 Millionen weniger als ursprünglich rapportiert. Der Gewinn vor Steuern wird neu auf 2461 Millionen nach ursprünglich 2595 Millionen Franken beziffert, wie dem Geschäftsbericht zu entnehmen ist.

Als Grund für die Anpassung führt die UBS höhere Vorsorge für Rechtsfälle und regulatorische Angelegenheiten an. Die entsprechenden Rückstellungen wurden um 134 Millionen erhöht. Daneben wurden die Steuergutschriften um 22 Millionen angehoben und der Gewinn auf nicht kontrollierten Aktivitäten um 7 Millionen reduziert.

Top-Management verdient weniger

Aus dem heute publizierten Geschäftsbericht der UBS geht auch hervor, dass das Top-Management im vergangenen Jahr insgesamt etwas weniger verdient hat als 2013. Die Gesamtentschädigung der Geschäftsleitung beträgt für 2014 rund 80,1 Millionen Franken, im Jahr davor waren es 82,4 Millionen Franken gewesen.

Anzeige

Dagegen verdiente Konzernchef Sergio Ermotti etwas mehr. Seine Gesamtentschädigung 2014 beläuft sich auf 11,2 Millionen Franken nach 10,7 Millionen Franken im Jahre 2013. Das Grundgehalt blieb dabei konstant auf 2,5 Millionen, der Rest sind leistungsabhängige Zahlungen in Höhe von 8,4 Millionen sowie Nebenleistungen und Arbeitgeberbeiträge an Vorsorgeeinrichtungen, wie dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht der Bank zu entnehmen ist.

Orcel nicht mehr Top-Verdiener

Bestbezahlter Manager 2013 war nicht der CEO gewesen, sondern der Leiter der Investment Bank Andrea Orcel mit 11,4 Millionen Franken. Da er 2014 aber offenbar nicht mehr Top-Verdiener war, ist sein Gehalt nicht separat ausgewiesen.

Der Gesamtverwaltungsrat verdiente 2014 ebenfalls etwas weniger als im Jahr davor, und zwar noch 13,0 Millionen nach 13,7 Millionen Franken im Jahre 2013. Und auch VR-Präsident Axel Weber blieb mit 5,9 Millionen Franken etwas hinter der Entschädigung des Jahres 2013 (6,1 Millionen) zurück.

Grund für die insgesamt leicht tiefere Entschädigung dürfte etwa im Skandal um manipulierte Devisenkurse liegen, bei der die UBS im vergangenen November knapp 800 Millionen US-Dollar zahlen musste.

(awp/ise/moh)