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Finanzen
Wegen Vincenz: Moody's senkt Raiffeisen-Rating

Raiffeisen
Raiffeisen: Durchgeschüttelt vom Vincenz-Skandal.Quelle: Keystone

Die Finma wirft der Raiffeisen Probleme bei der Corporate Governance vor. Moody's senkt deshalb den Daumen über der St. Galler Bank.

Veröffentlicht am 20.06.2018

Der Skandal um Ex-Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz hat Folgen: Die Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit der Bankengruppe zurückgestuft. Sie senkt ihre Ratings von Aa2 auf Aa3 (Rating für langfristige Kredite) sowie von A2 auf A3 (Senior Unsecured Debt Rating), wie Moody's am Dienstag mitteilte. Der Ausblick bleibe zudem «negativ». 

Begründet wurden die schlechtere Noten mit den Corporate-Governance-Problemen von Raiffeisen, wie sie die Finanzmarktaufsicht (Finma) festgestellt habe. Zwar geht Moody's nicht davon aus, dass Raiffeisen durch Bussen finanziell geschwächt werde. Die Agentur befürchtet aber mittel- bis langfristig negative Folgen durch die Probleme. 

Raiffeisen: «Hohe Kreditqualität» 

Unter Umständen sei die Bankengruppe etwa zu hohe Risiken eingegangen. Auch der negative Ausblick wird mit einem generell mangelhaften Risikomanagement begründet. Die Finma hatte vergangene Woche dem Raiffeisen-Verwaltungsrat kollektives Versagen in der Ära Vincenz vorgeworfen. Dieser habe seine Kontrollfunktion nicht wahrgenommen. 

Raiffeisen zähle weiterhin zu den Banken mit sehr hoher Kreditqualität, kommentierte die Bankengruppe den Entscheid von Moody's in einer Mitteilung. Betont wurde zudem, dass die Abstufung laut der Ratingagentur nichts mit der operativen Ertragskraft der Gruppe zu tun habe.

(sda/ise/mbü)

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