Das ungewöhnlich warme Wetter beeinträchtigt den Weihnachtsverkauf bei Coop. Vor allem Textilien verkaufen sich laut dem seit rund drei Monaten amtierenden Coop-Chef Joos Sutter weniger gut. Einen Einbruch des Weinachtsgeschäft sieht er aber nicht.

Die gedämpfte Kauflust der Kunden liegt auch an der Weltwirtschaftslage, wie Sutter im Gespräch mit der "NZZ am Sonntag" sagte: "Die anhaltende Diskussion um den Euro, die Schuldenkrise und verschlechterte Konjunkturaussichten führen zu einer Zurückhaltung der Konsumenten", stellte er fest.

2012 werde daher ein herausforderndes Jahr für den Detailhändler. Sutter erwartet, dass Coop sich als Qualitätsanbieter durchsetzen werde. Der im November entstandene Wirbel um Fleisch mit abgelaufenem Verkaufsdatum habe finanziell und in Sachen Kundentreue kaum geschadet. Coop bemühe sich nun, das Vertrauen zu 100 Prozent zurückzugewinnen.

Um veränderten Lebensgewohnheiten Rechnung zu tragen, will Coop die Filialen trotz höherer Betriebskosten lange öffnen: "Wo möglich sollten die Läden von 7 bis 20 Uhr unter der Woche, am Samstag bis 18 Uhr geöffnet sein, dazu ein Abendverkauf", sagte Sutter. Eine vollständige Liberalisierung der Öffnungszeiten will er aber nicht.

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