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Luftangriffe
Weisses Haus: «Strategie gegen IS-Miliz erfolgreich»

US-Kampfjets über dem Irak: Luftangriffe sollen die IS-Miliz zurückdrängen.   Keystone

Die US-Regierung zeigt sich überzeugt, dass ihr Vorgehen gegen den Islamischen Staat im Irak und in Syrien erfolgreich ist. Dennoch: Die Terrorgruppe ist weiterhin auf dem Vormarsch.

Veröffentlicht am 15.10.2014

Die Regierung von US-Präsident Barack Obama sieht sich beim Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und im Irak auf dem richtigen Weg. Die Umsetzung der Strategie befinde sich noch am Anfang, sagte Obamas Sprecher Josh Earnest am Dienstag in Washington.

«Aber die ersten Anzeichen deuten sicherlich darauf hin, dass diese Strategie erfolgreich ist.» Der Militäreinsatz werde allerdings einige Zeit dauern. «Wir haben ziemlich offen über die Tatsache geredet, dass dies ein längerfristiges Unterfangen ist», sagte Earnest.

Für Stärkung der Verbündeten

Obama hatte seine Strategie gegen die IS-Miliz vor gut einem Monat in einer Rede an die Nation dargelegt. An der Spitze einer internationalen Koalition greifen die USA Stellungen der Dschihadisten aus der Luft an.

Am Boden sollen irakische Regierungstruppen, kurdische Kämpfer und moderate syrische Rebellen die IS-Miliz zurückdrängen. Einen Kampfeinsatz von US-Soldaten schloss Obama aus. Ziel sei die Stärkung der Fähigkeiten der verbündeten Kräfte im Irak und in Syrien, betonte Earnest am Dienstag erneut.

IS-Miliz trotzdem auf dem Vormarsch

Die US-Luftangriffe begannen Anfang August im Irak, am 23. September dehnte das US-Militär die Angriffe auf Syrien aus. Dennoch konnten die Dschihadisten ihren Vormarsch fortsetzen. Sie riefen ein sogenanntes Kalifat aus.

Zuletzt brachten die IS-Kämpfer die westirakische Provinz Anbar unter ihre Kontrolle. In Syrien drangen sie bis in die Kurdenstadt Kobane vor, die Kämpfe um die Stadt an der Grenze zur Türkei dauern an.

IS in Anbar ungehindert

Das US-Verteidigungsministerium räumte am Dienstag ein, dass sich die Einheiten der IS-Miliz in Anbar ungehindert bewegen könnten. Allerdings sei die Provinz noch nicht vollständig an die Dschihadisten gefallen, sagte Sprecher Steven Warren. «Es ist schwer zu sagen, wie kurz Anbar vor dem Fall steht.»

Eine zentrale Bedeutung kommt dem Luftwaffenstützpunkt Al-Asad zu. «Die Iraker halten Al-Asad derzeit», sagte Warren. Die US-Luftwaffe werde die irakischen Truppen bei der Verteidigung weiter unterstützen. Während des Irakkriegs war die Luftwaffenbasis ein wichtiges Drehkreuz für die US-Streitkräfte.

Treffen mit ranghohen Militärvertretern

Obama kam am Dienstagnachmittag (Ortszeit) mit ranghohen Militärvertretern aus mehr als 20 Ländern zusammen, die sich der Koalition gegen die Dschihadisten angeschlossen haben. Viele Staaten haben ihre Generalstabschefs geschickt. Die Beratungen auf dem Luftwaffenstützpunkt Andrews in der Nähe von Washington sind das erste derartige Treffen seit der Bildung der internationalen Allianz im September.

(sda/dbe)

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