Der krisengeplagte Netzwerkausrüster Nokia Solutions and Networks (NSN) erwägt laut Kreisen den Abbau von rund 8500 Stellen. Das ehemals von Siemens und Nokia gemeinsam betriebene Unternehmen spiele intern ein Szenario durch, das 17 Prozent der zuletzt rund 50'500 Mitarbeiter treffen könnte, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg und beruft sich auf drei mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Möglich sei ein Verkauf oder das Schliessen von Standorten, sowie die Auslagerung der Produktion, um die Profitabilität auch bei sinkenden Umsätzen zu steigern. Eine abschliessende Entscheidung sei noch nicht gefallen und müsste zudem vom nun alleinigen Eigentümer Nokia unterstützt werden, hiess es. Sprecher von Nokia und NSN wollten die Informationen nicht kommentieren.

NSN, bei dem Siemens Anfang Juli ausgestiegen war, ist einer der grössten Telekomzulieferer der Welt. Konkurrenten sind der schwedische Konzern Ericsson und die französische Alcatel-Lucent . Zuletzt bekamen die Europäer aber auch zunehmend Konkurrenz aus Asien. NSN kämpft wie die gesamte Branche seit Jahren mit einem harten Wettbewerb. Seit der Gründung steckt NSN in den roten Zahlen und hatte bereits in den vergangenen zwei Jahren mehr als 20'000 Stellen abgebaut.

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Ende März hatte das Unternehmen in Deutschland noch 6000 Mitarbeiter und war in 17 Städten hierzulande vertreten. Den Kreisen zufolge erwägt NSN den Verkauf von Produktionsstätten in Finnland, Indien und China. Verhandlungen mit Auftragsfertigern liefen derzeit.

(tke/aho/awp)