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Weitere Milliardenbussen gegen US-Banken

US-Immobilie zum Verkauf: Hypothekarkredite wurden geschönt.   Bloomberg

JP Morgan Chase und Morgan Stanley haben die staatlichen Finanzierer Fannie Mae und Freddie Mac mit windigen Hypothekengeschäften übers Ohr gehauen – jetzt werden sie zur Kasse gebeten.

Veröffentlicht am 05.02.2014

Die US-amerikanischen Behörden ziehen die Wall-Street-Banken JPMorgan Chase und Morgan Stanley für windige Hypothekengeschäfte zur Rechenschaft. Die zwei New Yorker Grossbanken müssen in unterschiedlichen Fällen insgesamt annähernd 1,9 Milliarden Dollar zahlen, weil sie den Staat übers Ohr gehauen haben sollen.

Morgan Stanley wird mit 1,25 Milliarden Dollar zur Kasse gebeten für Hypothekenpapiere, die die Investmentbank vor der Finanzkrise an die staatlichen Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac verkauft hatte. Auf diese Summe hat sich die Bank mit der zuständigen Aufsichtsbehörde FHFA grundsätzlich verständigt, wie Morgan Stanley mitteilte.

Kredite zu rosig dargestellt

Die FHFA hatte insgesamt 18 Finanzkonzerne – darunter auch die UBS und die Credit Suisse – verklagt. Ihr Vorwurf: Die Banken hätten die in den Hypothekenpapieren enthaltenen Hauskredite zu rosig dargestellt. Als die Immobilien- und Finanzkrise ab 2007 hereinbrach, konnten viele US-Hauseigentümer ihre Raten nicht mehr zahlen und die Wertpapiere verloren massiv an Wert. Fannie Mae und Freddie Mac gehörten zu den grössten Käufern derartiger Papiere.

JP Morgan Chase musste auf Druck der US-Regierung für diverse Hypothekengeschäfte bereits früher 13 Milliarden Dollar berappen. In einem anders gelagerten Fall kommen nun 614 Millionen Dollar hinzu. Dabei geht es um staatliche Förderprogramme für Hauskredite. Der Staat habe «substanzielle Verluste» erlitten, als die Kredite geplatzt seien, erklärte das US-Justizministerium.

Die Bank erklärte am Sitz in New York, mit dem jetzigen Vergleich würde die Aufarbeitung des Hypotheken-Themas weiter vorangetrieben. Die Wall-Street-Banken haben hohe Milliardenbeträge für derartige Streitigkeiten zurückgelegt. Morgan Stanley musste die Reserven aber um 150 Millionen Dollar aufstocken. Dadurch wird der Gewinn des letzten Jahres rückwirkend geschmälert.

(sda/vst)

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