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Urteil
Weitere Schlappe der Sika-Erben

Jan Jenisch: Der Sika-CEO hat Erfolg vor den Richtern. Keystone

Das Zuger Kantonsgericht verunmöglicht mit einem Entscheid offenbar der Sika-Erbenfamilie, an einer GV ihr alleiniges Verkaufsrecht durchzusetzen. Der Aktienkurs schiesst schlagartig in die Höhe.

Veröffentlicht am 23.03.2015

Im Streit um die Zukunft des Baustoffherstellers Sika dürften das Management und der Verwaltungsrat einen Etappensieg gegen die Erbenfamilie erzielt haben. Das Kantonsgericht Zug habe alle Anträge bezüglich Stimmrechtsbeschränkungen abgewiesen, teilte Sika mit.

Im Streit um den Verkauf der Kontrollmehrheit über Sika an die französische Saint-Gobain-Gruppe hat der Verwaltungsrat unter anderem die Stimmrechte der Schenker-Winkler Holding gestützt auf eine Vinkulierungsklausel in den Statuten auf 5 Prozent beschränkt. Dagegen hat die Erbenfamilie, deren Sika-Anteile in der Schenker-Winkler Holding gesammelt sind, beim Kantonsgericht Zug Beschwerde eingereicht.

Alleingang nicht mehr möglich

Mit dieser Stimmrechtsbeschränkung ist es der Erbenfamilie nun nicht mehr möglich, an einer Generalversammlung die Geschicke des Unternehmens im Alleingang zu bestimmen. Das Kantonsgericht Zug hat nach Angaben von Sika nun sämtliche Anträge der Schenker-Winkler Holding bezüglich der Beschränkung ihrer Stimmrechte abgewiesen.

Der Sika-Verwaltungsrat begrüsse den Entscheid und werde diesen im Detail analysieren, hiess es dazu im Communiqué weiter.

Fast 10 Prozent Plus

Kurz nach Bekanntwerden des Entscheids des Kantonsgerichts Zug bezüglich Stimmrechtsbeschränkung der Erbenfamilie ist der Aktienkurs der Sika in die Höhe geschossen. Knapp eine halbe Stunde nach Versand der Information betrug das Plus über 9 Prozent.

Nach dem Gerichtsentscheid ist die Wahrscheinlichkeit gestiegen, dass der Verkauf der Kontrollmehrheit über Sika von den Familienerben an den französischen Saint-Gobain-Konzern doch nicht zu Stande kommt. Unmittelbar nach Bekanntgabe des Entscheids im Dezember war der Sika-Aktienkurs um über 20 Prozent eingebrochen und hatte sich in den vergangenen zwei Monaten nur teilweise erholt.

(sda/chb)

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