Die angeschlagene Fluggesellschaft Air France will weitere Stellen streichen, um aus der Krise zu finden. Nach Gewerkschaftsangaben sollen bis zu 2600 zusätzliche Jobs wegfallen.

Über die bis 2014 geplanten Streichungen sei der Air-France-Betriebsrat vom Management informiert worden, sagte ein Gewerkschafter. Der Arbeitsplatzabbau solle mit Hilfe von Sozialplänen realisiert werden, die Mitarbeitern ein freiwilliges Ausscheiden aus dem Unternehmen anbieten.

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Verluste bei Air France

Im Zuge des laufenden Programms «Transform 2015» schrumpft die Belegschaft bei Air France bereits um rund 5100 Stellen. Damit hat Air France noch gut 100'700 Arbeitsplätze, nach der neuerlichen Abbaurunde läge die Zahl bei gut 98'000. Die Muttergesellschaft Air France-KLM hatte die zusätzlichen Sparmassnahmen in der vergangenen Woche angekündigt. Die Sanierung des Mittelstrecken- und Frachtgeschäfts brauche mehr Zeit als erwartet, sagte Konzernchef Alexandre de Juniac zur Halbjahresbilanz.

Im ersten Halbjahr 2013 musste der Konzern ein operatives Minus von 451 Millionen Euro und einen Nettoverlust von 793 Millionen Euro verzeichnen. Für das Gesamtjahr 2013 erwartet die Führung noch immer einen operativen Gewinn.

(muv/aho/sda)