Die Wettbewerbskommission (Weko) hat die seit Ende Oktober laufende Untersuchung gegen verschiedene Unternehmen im Bereich Strassen-, Tief- und Hochbau im Unterengadin auf den Kanton Graubünden ausgedehnt. Bei den neuen Verfahrensadressaten wurden Hausdurchsuchungen durchgeführt, teilte die Weko mit.

Der Weko würden Anhaltspunkte vorliegen, wonach sich weitere Unternehmen im Strassen- und Tiefbau im Kanton Graubünden abgesprochen hätten. Es bestehen Indizien dafür, dass diese Absprachen insbesondere dazu gedient hätten, die Zuteilung von Ausschreibungen zu koordinieren sowie Bauprojekte und Kunden aufzuteilen.

Im Rahmen der Untersuchung soll geprüft werden, ob tatsächlich unzulässige Wettbewerbsbeschränkungen vorliegen, heisst es in dem Communiqué weiter. Angaben zu den Unternehmen, die bei der Untersuchung beleuchtet werden, machte die Behörde nicht.

Bei der Untersuchung im Unterengadin steht, wie bereits bekannt, auch der Baukonzern Implenia im Visier der Wettbewerbshüter. Auch in St. Gallen untersucht die Weko seit April unzulässige Absprachen. Hier läuft die Untersuchung ebenfalls gegen Implenia, wie das Unternehmen Mitte April meldete.

(chb/tno/sda)