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Preisabsprachen
Weko eröffnet Untersuchung gegen Skihersteller Stöckli

Skifahrer auf Stoeckli-Ski
Stöckli: Schweizer Skibauer unter Führung von Marc Gläser.Quelle: ZVG

Die Online-Politik bringt Stöckli in Erklärungsnot. Die Wettbewerbshüter schauen sich das Modell genauer an.

Veröffentlicht am 23.10.2018

Die Wettbewerbskommission Weko hat eine Untersuchung gegen den Skihersteller Stöckli eröffnet. Die Familienfirma habe möglicherweise Preisabsprachen mit Vertriebshändlern getroffen, teilte die Weko am Dienstag mit. Stöckli ist der Ausrüster von namhaften Skiathleten wie Viktoria Rebensburg und Ilka Stuhec sowie der Schweizer Skirennfahrerin Jasmin Flury. 

Im Fokus der Weko-Untersuchung stünden vor allem mögliche Preisabsprachen zu Produkten aus dem Skisortiment von Stöckli, wie Weko-Direktor Patrik Ducrey gegenüber der Finanznachrichtenagentur AWP präzisierte. Aber auch ein allfälliges Verbot des Online-Handels sowie ein mögliches Verbot von Querlieferungen zwischen Vertriebshändlern des Skiherstellers seien Teil der Untersuchung. 

Ob und wie Stöckli tatsächlich mit Vertriebshändlern unzulässige Abreden getroffen habe, gelte es nun zu klären, so Ducrey weiter. Da es sich um ein laufendes Verfahren handle, könne die Weko aber weder die Hinweisgeber noch den untersuchten Zeitraum von möglichen unerlaubten Preisabreden bekannt geben. Die Firma war vorerst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Stöcklis Online-Politik wurde bereits früher kontrovers diskutiert. Im Interview mit der «Handelszeitung» sagte Stöckli-Chef Marc Gläser vor einem Jahr, dass die Firma «in den USA und China» Ski im Internet verkaufe. «Dies sind die einzigen Ausnahmen. Wir werden unsere Haltung aber lockern, immer unter Einbindung unserer Fachhandelspartner. Unsere Kunden sollen auch online Waren beziehen können. Aber das Onlinegeschäft wird nicht explodieren – Ski mit Bindung müssen schliesslich eingestellt werden.»

(sda/ise)

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