Für die Swisscom dürfte sich der Bau des Glasfasernetzes im Kanton Freiburg verzögern: Die Wettbewerbskommission (Weko) stellt das Glasfaser-Projekt der Swisscom und des Stromerzeugers Groupe E im Kanton Freiburg in Frage. Das Projekt in seiner geplanten Form sei aus Sicht der Weko nicht prüfungsfähig, teilte die Swisscom mit. Das Unternehmen überlegt sich einen Rekurs.

Der Telekomkonzern Swisscom und die Groupe E wollen ein Gemeinschaftsunternehmen gründen, um ein Glasfasernetz im Kanton Freiburg zu realisieren. Der ganze Kanton soll erschlossen werden.

Die Weko habe nun entschieden, dass es sich bei diesem Vorhaben um keinen Unternehmenszusammenschluss handle. Das geplante Gemeinschaftsunternehmen erfülle die Voraussetzungen für einen Zusammenschluss nicht. Damit könne das Unternehmen nicht wie geplant realisiert werden, ohne das Risiko von Sanktionen der Weko einzugehen, schreibt die Swisscom.

Die Swisscom ist über den Entscheid, den die Weko nach sieben Monaten Prüfung gefällt hat, erstaunt: Alle Bedingungen für eine Vollfunktionsfähigkeit des gemeinsamen Unternehmens seien nach Auffassung von Swisscom und der Groupe E erfüllt, erklärt der Telekomkonzern. Zudem seien die Unterlagen bereits Ende September 2010 eingereicht worden.

(laf/cms/sda/awp)